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APA-Artikel 14. Oktober 2014

Vorarlberg verknüpft Angebot an sozialpsychiatrischen Einrichtungen

Das Land Vorarlberg verknüpft sein Angebot an sozialpsychiatrischen Einrichtungen. Im nächsten Jahr wird auf Basis des Vorarlberger Psychiatriekonzepts 2015 bis 2025 in jedem Bezirk ein sogenanntes sozialpsychiatrisches Zentrum installiert. Diese werden Erstberatungen durchführen und als Koordinationsstellen dienen, informierte am Dienstag Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP).

Nach Angaben von Thomas Neubacher, Funktionsbereichsleiter Sozialpsychiatrie und Sucht im Amt der Vorarlberger Landesregierung, geht es vor allem darum, für Betroffene eine Ansprechstelle zu schaffen. Das Angebot im ambulanten Bereich sei zwar sehr gut, zum Teil aber auch "malerisch verteilt", wie Neubacher sagte.

Die neuen sozialpsychiatrischen Zentren sollen darüber hinaus die Basis für einen 24-stündigen Krisen- und Notfalldienst bilden, den man in einem weiteren Schritt ab 2017 aufbauen möchte. Sie sind auch nur ein Teil eines ganzen Konzepts: Bis 2025 gelte es im Zweijahresrhythmus insgesamt zehn Entwicklungsprojekte umzusetzen.

Joachim Hagleitner, Leiter der neu geschaffenen Landesstelle für Psychiatriekoordination, erklärte, dass es die Treffsicherheit der einzelnen Angebote zu erhöhen gelte. "Die Versorgung soll möglichst wohnortnah erfolgen", sagte Hagleitner. Personen mit chronischen psychischen Erkrankungen wolle man Selbstständigkeit und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

Landesrat Bernhard erwartet sich von den Zentren "eine Erleichterung für alle, sowohl für die Leute im System als auch für die Patienten". Den Personalstand im sozialpsychiatrischen Bereich werde man jährlich anpassen.

apa.at

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