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APA-Artikel 14. Oktober 2014

Kinderärzte kritisieren mangelnden Impfschutz bei Flüchtlingen

Viele Flüchtlingskinder kommen derzeit mit ihren Familien nach Deutschland. Sie müssten eigentlich dringend geimpft werden, meinen Kinder- und Jugendärzte.

Die medizinische Betreuung von Flüchtlingsfamilien in Deutschland ist nach Ansicht des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte mangelhaft. Das gelte zum Beispiel für den Impfschutz. "Alle, die ins Land kommen, müssten eigentlich eine erneute Grundimmunisierung bekommen, um die Gefahr zu bannen. Aber das kostet Geld und Personal. Und das ist im Moment nicht ausreichend gesichert", kritisierte Verbandspräsident Wolfram Hartmann am Montag bei einem Kinderärzte-Kongress im hessischen Bad Orb.

Jedes Kind habe ein Grundrecht auf Impfung gegen verhütbare Krankheiten. Flüchtlinge sollten gegen Masern, Mumps und Windpocken sowie gegen Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung geimpft werden, erklärte Hartmann. Doch auch bei den anderen Kindern in Deutschland sei der Impfschutz nicht zufriedenstellend. Der Verband fordert daher: Kein Kind sollte ohne die kompletten Impfungen in öffentliche Kitas und Schulen gehen dürfen. Den Anteil der Impfverweigerer bezifferte der Verband auf drei Prozent bundesweit.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ist die Interessenvertretung der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Dem Verein mit Sitz in Köln gehören mehr als 10 000 Kinder- und Jugendärzte an. Sie arbeiten unter anderem in Kliniken, im öffentlichen Gesundheitsdienst oder praktizieren selbstständig.

apa.at

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