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APA-Artikel 8. Oktober 2014

Die Isolierstation 68 an der Frankfurter Uniklinik

In die Isolierstation 68 am Frankfurter Uniklinikum kommen Patienten mit hochansteckenden, lebensbedrohlichen Erkrankungen. Für ihre Behandlung werden drei Zimmer der normalen Infektionsstation mit Schleusentüren abgetrennt. Kranke können dort auch intensivmedizinisch versorgt und maschinell beatmet werden.

Bisher wurden auf der Station nach Angaben des Klinikums Patienten mit Sars und Lassafieber erfolgreich behandelt. Seit Freitag wird dort auch ein Ebola-Patient behandelt - ein Arzt aus Uganda, der sich in Sierra Leone mit dem Virus angesteckt hatte.

In den Räumen herrscht Unterdruck, die Ärzte behandeln in speziellen Schutzanzügen mit Überdruck, wie Oberarzt Timo Wolf erläutert: "Das ist extrem personalaufwendig." Die Ärzte und Pfleger, die dann zum Einsatz kommen, würden "unabhängig von der Ebola-Problematik" regelmäßig geschult. "Wir sind jederzeit bereit, einen solchen Fall adäquat zu versorgen."

Routinemäßige tägliche Kontrollen des Pflegepersonals und der Ärzte mit Blick auf eine eventuelle Ansteckung gibt es nicht. Laut dem Leiter der Infektiologie der Klinik, Hans-Reinhard Brodt, werden Mitarbeiter aber im Verdachtsfall, etwa bei Fieber, auf Erreger untersucht.

Zu einem Vergleich der Schutzanzüge, wie sie in Madrid und in Frankfurt getragen werden, gab es von den verantwortlichen Stellen der Uniklinik am Dienstag keine Informationen.

apa.at

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