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APA-Artikel 7. Oktober 2014

Ebola - Gesamte Familie des Flüchtlings aus Liberia gestorben

Jener Flüchtling aus Liberia, der seit heute, Montag, in einer Isolierstation des Salzburger Landeskrankenhauses wegen eines hohen Ebola-Expositionsrisikos beobachtet wird, hat in einer ersten Befragung angegeben, dass vor zwei Monaten seine gesamte Familie in Liberia an Ebola erkrankt und verstorben sei. Das teilte das Informationszentrum (Info-Z) der Stadt Salzburg am Montagabend mit.

Er habe seine Verwandten bis zuletzt gepflegt und nach deren Tod beerdigt, erzählte der junge Mann laut Info-Z. Aus Angst, selbst zu erkranken, habe er die Flucht Richtung Europa angetreten, das er nach Stationen in Ghana und der Elfenbeinküste von Sierra Leone aus auf dem Seeweg erreichte. Wie lang diese Flucht dauerte und wie der Mann letztendlich bis nach Salzburg gelangte, war vorerst noch unklar.

Aufgrund der geschilderten Sachlage gelte der Flüchtling als Hochrisiko-Kontaktperson, der einem ebenso hohen Expositionsrisiko ausgesetzt war, hieß es in der Aussendung. "Wenngleich aus behördlicher Sicht derzeit die Wahrscheinlichkeit eines akuten Ebola-Ausbruchs eher gering (die Inkubationszeit für einen Ebola-Erkrankung ab dem Zeitpunkt der Infektion beträgt zwei bis 21 Tage) eingeschätzt wird, wurden alle Vorsichtsmaßnahmen gemäß Ebola-Alarmplan ausgelöst. Der junge Mann wird in einer Isolierstation beobachtet und darf diese auch nicht verlassen. Sämtliche Kontaktpersonen werden erfasst."

apa.at

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