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APA-Artikel 6. Oktober 2014

Burgenland will mit Maßnahmen Zahl der Jungärzte im Land sichern

Das Burgenland will mit mehreren Maßnahmen die Zahl der Jungärzte im Land sichern. "Im Burgenland wird es in den nächsten 15 Jahren eine Pensionierungswelle geben - es ist absehbar, dass einige Stellen im allgemeinmedizinischen Bereich nicht so schnell mehr nachbesetzt werden können", sagte am Montag Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ).

Zu den Maßnahmen gehört unter anderem die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung. Aufgrund der Neukonzeption der Ärzteausbildung werde unter der Federführung des ärztlichen Direktors Kurt Resetarits ein Ausbildungskonzept erstellt, hieß es in einer Pressemitteilung. Dieses sehe u.a. ein Mentorsystem für die Ausbildung vor. Außerdem werde in diesem Zusammenhang die Umsetzung des §15 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetztes mit 1. Jänner nächsten Jahres in der gesamten KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GmbH) erfolgen, was eine massive Entlastung der Ärzteschaft von arztfremden Tätigkeiten bedeute.

Eine weitere Maßnahme sei die Evaluierung der Organisationsabläufe sowie die Anpassung der IT-Voraussetzungen. Außerdem soll das soziale Umfeld für die Mitarbeiter der Krankenanstalten verbessert werden. Dies beinhalte beispielsweise die Generalsanierung bzw. Schaffung von Starterwohnungen für junge Mitarbeiter sowie die Wohnmöglichkeiten für junge Familien und die Möglichkeiten einer flexiblen Kinderbetreuung.

Außerdem plane die KRAGES die Ausbildungsqualität zu steigern und sich im Bereich des Klinisch-Praktischen-Jahres als potenzieller Arbeitgeber auch unter der Jungärzteschaft zu positionieren. Das sei bereits in einem ersten Ansatz mit der Leistungsabgeltung (geltend ab heurigen Juli, Anm.) im Bereich aller Träger des Burgenlandes gelungen. Weiters könnte man bei weiterer Verschärfung der Rahmenbedingungen durch weitere Verknappung und allfällige Auswirkungen durch die Krankenanstalten-Arbeitszeitengesetz-Novelle als nächsten Schritt eine Kooperationsvereinbarung mit deutschen Universitäten im ungarischen Raum andenken. Erste Kontakte seien bereits geknüpft worden.

apa.at

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