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APA-Artikel 3. Oktober 2014

Happige Vorwürfe an Liechtensteiner Chefarzt wegen Sterbehilfe

Im Fürstentum Liechtenstein ist der Chefarzt des Landesspitals in Vaduz von seinem Stellvertreter der unerlaubten Sterbehilfe bezichtigt worden. Ein interner Bericht des Spitals entlastet den Chefarzt. Weitere Untersuchungen sind im Gang.

Das Landesspital spreche dem Chefarzt das volle Vertrauen aus, vermeldete das Spital in Vaduz am Freitag. Das Spital war eigenen Angaben zufolge im September überrascht worden von polizeilichen Ermittlungen gegen Chefarzt Fritz Horber. Avisiert hatte die Polizei der stellvertretende Chefarzt, der seit etwas über einem Jahr am Spital arbeitet.

Nach Angaben des Landesspitals wurde Mitte September zusätzlich zu den Polizeiermittlungen eine interne Untersuchung angeordnet, um die schweren Vorwürfe zu klären. Diese Untersuchung habe zu einem eindeutigen Ergebnis geführt. Die Vorwürfe seien haltlos. Der Chefarzt werde im Bericht vollumfänglich und vorbehaltlos entlastet.

Das Spital schreibt, Medikation und Behandlung seien sachgerecht gewesen. Die an die Patienten abgegebenen Medikamente seien normal gewesen für palliativmedizinische Behandlungen.

Der Stiftungsrat und die Spitalleitung leiteten ausserdem eine Administrativuntersuchung durch einen externen Gutachter in die Wege, um eine Beurteilung der Verhältnisse von unabhängiger Seite zu bekommen. Über die Ergebnisse dieser Untersuchung soll informiert werden, sobald sie vorliegen.

Der Stiftungsrat des Spital betonte am Freitag, er sei sehr erstaunt über die schwerwiegenden Vorwürfe an den Chefarzt und darüber, dass sie nicht der Spitalleitung oder dem Stiftungsrat zur Kenntnis gebracht worden seien. Auch darüber wurde eine Untersuchung eingeleitet.

apa.at

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