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APA-Artikel 2. Oktober 2014

Gesundheitsministerin Oberhauser stellt Krebsrahmenprogramm vor

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Selbsthilfe Darmkrebs haben Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser und die Selbsthilfeorganisation am Donnerstag zum Pressegespräch im Gesundheitsministerium geladen. Die Ministerin stellte bei dieser Gelegenheit das im Jahr 2010 von ihrem Vorgänger Minister Alois Stöger initiierte Krebsrahmenprogramm vor.

Darin werden alle relevanten Handlungsfelder, von der Prävention, der Diagnostik und der Behandlung über die Forschung bis hin zur Psychoonkologie berücksichtigt. Für jeden dieser Bereiche wurden Ziele und Maßnahmen definiert. "Im Vordergrund steht zu verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken, und dass sie, wenn sie bereits erkrankt sind, eine gute Behandlung und Hilfe bei der Rehabilitation erfahren", betonte die Gesundheitsministerin.

Das nationale Krebsrahmenprogramm soll durch verbesserte Koordination sämtlicher Maßnahmen sowie durch eine stärkere Berücksichtigung der PatientInnenorientierung einen Beitrag zur Verbesserung der Situation von Betroffenen und deren Angehörigen leisten. "Zu zahlreichen operativen Zielen, die im Krebsrahmenprogramm definiert sind, haben wir schon wesentliche Vorarbeit geleistet. So beispielsweise bei der Implementierung des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms oder bei der Aufnahme der HPV-Impfung in das Kinderimpfprogramm", freut sich Oberhauser.

Die entsprechenden Forderungen im Krebsrahmenprogramm lauten "Implementieren von Programm-Screenings" und "Vermeiden von Virus-assoziierten Tumorarten durch Impfungen". Auch das operative Ziel "Rauch-Stopp" stößt bei Oberhauser auf volle Zustimmung. Dabei geht es darum, "nicht nur den Zeigefinger zu erheben, sondern RaucherInnen auch dabei zu helfen, aufzuhören", betonte Oberhauser. Die Empfehlungen der ExpertInnen im Krebsrahmenprogramm sollen in den kommenden fünf bis zehn Jahren umgesetzt werden. Erfahrungen in anderen europäischen Ländern haben gezeigt, dass die Umsetzung eines Krebsrahmenprogramms einen wichtigen Beitrag zur Senkung von Erkrankung und Mortalität leisten kann. "Österreich hat in der Krebsbehandlung ein sehr hohes Niveau. Dieses gilt es zu halten und in den nächsten Jahren weiter auszubauen", so die Ministerin.

Am Pressegespräch nahmen auch die Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs Helga Thurnher, Krebsforscher Univ.-Prof. Heinz Ludwig, der Grüne Politiker Karl Öllinger als Betroffener, Univ.-Prof. Harald zur Hausen, Krebsforscher und Medizin-Nobelpreisträger, sowie der Präsident der Ärztekammer Wien, Univ.-Prof. Thomas Szekeres, teil.

SERVICE: Weitere Informationen zum Krebsrahmenprogramm stehen auf der Webseite des Gesundheitsministeriums unter http://www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Krankheiten/Nichtuebertragbare _Krankheiten/Krebs/Nationales_Krebsrahmenprogramm zur Verfügung. (Schluss) bj/up

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/195/aom

apa.at

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