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APA-Artikel 2. Oktober 2014

Spitalsärzte - Verhandlungen zwischen Medizinern und Kabeg in Kärnten

Die Ärzte der Kärntner Landesspitäler und die Kärntner Landeskrankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg) haben am Donnerstag in der Frage der Reduzierung der Arbeitszeit von derzeit bis zu 72 Stunden auf maximal 48 Stunden pro Woche eine erste Verhandlungsrunde absolviert. In der Vorwoche hatten die Ärzte Betriebsversammlungen abgehalten. Ein erster Zwischenbericht soll im November vorliegen.

Die Ärzte fordern eine Erhöhung des Grundgehalts und wollen so viel, wie sie derzeit bei 60 Wochenstunden verdienen, schon bei 48 Stunden bekommen. Dafür müssten die Grundgehälter um 25 bis 30 Prozent steigen. Das würde das Landesbudget mit zusätzlichen 30 Millionen Euro für die Kabeg belasten. Sollten in den kommenden Wochen keine wesentlichen Verhandlungsfortschritte erzielt werden, drohen die Kärntner Ärzte bereits ab 1. Jänner nur mehr 48 Stunden zu arbeiten.

"Es wurden zwei Arbeitsgruppen eingerichtet, der Zeitplan für die Verhandlungen ist sehr restriktiv, wir haben nur drei Wochen Zeit", sagte Zentralbetriebsratschef Arnold Auer auf Anfrage der APA. Bereits Anfang November sollen erste Ergebnisse in einem Zwischenbericht an Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) präsentiert werden.

"Die erste Runde war sehr konstruktiv, wir haben Fact-Finding betrieben", sagte Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel im Anschluss an die Sitzung. Die Verhandlungen würden sich im wesentlichen um drei Punkte drehen: Nämlich um die Arbeitszeit bzw. Arbeitsbedingungen, den Gehalt sowie um die Organisation bzw. die Verbesserung von Arbeitszeitmodellen. Beim Thema Organisation sieht Gabriel Einsparungspotenzial, das auf der anderen Seite Spielraum für Gehaltsanpassungen der Ärzte schaffen soll. Bereits in der kommenden Woche ist die nächste Verhandlungsrunde geplant: Dabei soll es um die Ärztegehälter gehen.

Weil die Ärzte damit drohen, bereits ab 1. Jänner nur mehr 48 Stunden pro Woche zu arbeiten, lässt der Kabeg-Vorstand derzeit ein "Notszenario" für die Krankenhäuser erarbeiten. "Es geht darum herauszufinden, welche Kernleistungen in den Spitälern unabdingbar sind", sagte Gabriel.

apa.at

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