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APA-Artikel 2. Oktober 2014

Stadträtin Wehsely eröffnet das neue Sozialpsychiatrische Ambulatorium Favoriten

Psychische Störungen sind weit verbreitet. Etwa ein Viertel der Bevölkerung leidet jährlich an einer psychiatrischen Erkrankung. Am häufigsten treten Formen von Depressionen und Angststörungen auf. Die Schaffung moderner, zeitgemäßer psychiatrischer Gesundheitseinrichtungen trägt dazu bei, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen optimal geholfen werden kann.

"Mit dem neuen, größeren Sozialpsychiatrischen Ambulatorium mit integriertem Tageszentrum weiten wir die Angebote der soziotherapeutischen Maßnahmen in Wien wieder ein Stück weiter aus. Vor allem ambulante Behandlungsmöglichkeiten helfen, psychiatrische Erkrankungen weiter zu entstigmatisieren", sagt Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely bei der Eröffnung.

Ambulatorium bietet medikamentöse und psychotherapeutische Therapieangebote

Im Sozialpsychiatrischen Ambulatorium Favoriten des Psychosozialen Dienstes in Wien können psychisch Erkrankte umfassend untersucht und behandelt werden. Das medizinische Leistungsspektrum umfasst medikamentöse Therapien, psychologische und psychotherapeutische Behandlung sowie soziotherapeutische Betreuung durch ein multiprofessionelles Team.

Im Ambulatorium sind FachärztInnen für Psychiatrie, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, psychiatrisches Krankenpflegepersonal und ErgotherapeutInnen tätig. Im Laufe eines Monats werden rund 500 Patientinnen und Patienten mit einer psychischen Erkrankung behandelt und betreut.

Integriertes Tageszentrum hilft lebenspraktische Fertigkeiten zu verbessern

Im Sozialpsychiatrischen Ambulatorium Favoriten ist ein therapeutisches Tageszentrum integriert, das für Menschen mit einer schwereren oder länger dauernden psychischen Erkrankung die Möglichkeit zu therapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen bietet, sowie sich handwerklich oder künstlerisch zu betätigen und lebenspraktische Fertigkeiten zu verbessern. "Das therapeutische Angebot erfolgt durch unser multiprofessionelles Team und beinhaltet Einzel- und Gruppengespräche, Ergotherapie, aber auch handwerkliche und künstlerische Betätigung, Sport oder Bewegung", sagt Chefarzt Georg Psota, ärztlicher Leiter des PSD. Psychische Erkrankungen können heute gut behandelt werden, besonders wichtig ist die Früherkennung und die rechtzeitige fachliche Behandlung.

Wiener PSD ist internationales Vorzeigemodell

Seit mehr als 30 Jahren sind die Psychosozialen Dienste in Wien (PSD) mit ihren Entwicklungen international anerkannt. Regionalisierte, dezentrale und wohnortnahe Behandlung und Betreuung psychisch erkrankter Menschen gilt auch heute als nachhaltiges Versorgungsmodell. "Dezentralisierte psychiatrische Regionalabteilungen sind auch Bestandteile des Wiener Spitalskonzeptes 2030", so Wehsely. "Ebenfalls im Herbst werden wir die Psychiatrische Abteilung im neuen Gebäude in der Juchgasse 22 eröffnen, auch im Krankenhaus Nord wird es eine im Haus integrierte psychiatrische Regionalabteilung geben, im Donauspital und im Kaiser-Franz-Josef-Spital existieren sie bereits." Unfreiwillige Aufnahmen konnten im Zuge der Psychiatriereform bis 2010 von 80 auf rund 25 Prozent reduziert und die Zahl der Suizide in Wien etwa halbiert werden.

Pressefotos werden in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder zur Verfügung stehen.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174/aom

apa.at

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