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APA-Artikel 30. September 2014

D: Gröhe will Ärzte gleichmäßiger verteilen

Auf dem Land werden Hausärzte dringend gesucht - Ballungszentren könnten gut auch mit dem einen oder anderen Spezialisten weniger auskommen. Die Politik will umsteuern.

Angesichts zunehmenden Ärztemangels auf dem Land will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine gleichmäßigere Verteilung der Mediziner in Deutschland erreichen. Anreize zur Niederlassung in unterversorgten Gebieten sollten erhöht und Überversorgung in Ballungsgebieten solle abgebaut werden, sagte er am Dienstag in Berlin bei einer Veranstaltung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Noch dieses Jahr würden entsprechende Schritte zügig per Gesetz angegangen.

Der Vorsitzende des Beratungsgremiums, Ferdinand M. Gerlach, mahnte eindringlich, gegen die ungleiche Verteilung der Mediziner und den wachsenden Mangel an Hausärzten anzusteuern. Rund 2200 Hausärzte würden jedes Jahr ausscheiden. 90 Prozent der mehr als 11 000 Facharztabschlüsse ebneten den Medizinern aber den Weg zur Arbeit als Spezialist, nur 10 Prozent als Generalist.

In ihrem jüngsten Gutachten forderte der Expertenrat einen spürbaren Zuschlag für Landärzte, der neue Niederlassungen attraktiver macht. Konkret schlagen die Gutachter einen für zehn Jahre garantierten Vergütungszuschlag von 50 Prozent auf alle ärztlichen Grundleistungen in Mangelregionen vor. Das Geld soll von den Ärzten in gut versorgten Gebieten umgeschichtet werden. Wo es zuviele Ärzte gibt, sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen freiwerdende Arztsitze zudem aufkaufen müssen. Das soll die neben dem Mangel bestehende Überversorgung eindämmen. Ein Überangebot gebe es bei den Kliniken.

apa.at

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