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APA-Artikel 29. September 2014

Bayr: Jede Frau hat das Recht auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch

Jährlich sterben etwa 47.000 Frauen an den Folgen unsicherer Schwangerschaftsabbrüche. "Diese Todesfälle sind vermeidbar", ist Petra Bayr, SP-Sprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Aktionstages für einen sicheren Schwangerschaftsabbruch verärgert.

Frauen seien dann gezwungen, einen unsicheren Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn die gesetzliche Lage in ihrem Heimatland einen legalen und sicheren Abbruch verbietet oder erschwert. "Dabei zeigen weltweite Daten, dass restriktive Gesetze Schwangerschaftsabbrüche nicht verhindern. Sie drängen Frauen lediglich in die Hände von Hinterhofpfuschern und setzten sie einem enormen gesundheitlichen Risiko aus. Das hält Frauen aber nicht davon ab, eine Schwangerschaft zu beenden, wenn sie sich gegen diese entschieden haben", erklärt Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Faktenbasierte Aufklärung für Mädchen und Burschen, sowie der niederschwellige Zugang zu Verhütungsmitteln sind die einzigen Möglichkeiten, ungewollte Schwangerschaften und damit auch eine Vielzahl an Schwangerschaftsabbrüchen zu verhindern", ist Bayr überzeugt. "Entscheidet sich eine Frau gegen eine Schwangerschaft oder ist diese durch eine Vergewaltigung entstanden, muss jede Frau die Möglichkeit haben, sie legal, sicher und kostengünstig zu beenden. Keine Frau trtfft diese Entscheidung leichtfertig." stellt Bayr fest und ergänzt: "Das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihren eigenen Körper ist keine Verhandlungssache."

In den so genannten Entwicklungsländern werden 56 Prozent aller Schwangerschaftsabbrüche unsicher durchgeführt. Die internationale Gemeinschaft sei gefordert: "In vielen Ländern ist der Staat nicht in der Lage oder nicht gewillt, faktenbasierte Aufklärung und niederschwelligen Zugang zu Verhütungsmitteln für Männer und Frauen zur Verfügung zu stellen. Hier sind entwicklungspolitische Initiativen gefragt, diese Lücke zu schließen. Auch Österreich muss mehr tun", fordert Bayr. (Schluss) dm

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom

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