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APA-Artikel 25. September 2014

D: Stiftung: Palliativmedizin macht Debatte um Sterbehilfe hinfällig

Gute Hospizarbeit und Palliativversorgung machen aus Sicht der Deutschen Palliativstiftung den Wunsch nach Sterbehilfe in vielen Fällen überflüssig. Angst vor großem Leiden müsse kein Todkranker haben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Thomas Sitte, in Fulda. Der Wunsch nach einer aktiven Verkürzung des Lebens resultiere häufig aus Ängsten. Doch viele dieser Ängste seien unbegründet bei einer angemessenen medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Die katholischen Bischöfe debattieren bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz über die Sterbehilfe. Sie wollen sich dazu am Donnerstag positionieren. Die Geistlichen sind strikt gegen eine Aufweichung des bisherigen Sterbehilfe-Verbots. Sie wollen vielmehr die Palliativmedizin und Hospizarbeit unterstützt sehen.

Die aktuelle öffentliche Debatte um Beihilfe zum Suizid sei vor allem gekennzeichnet von der Angst vor einer entmündigenden Apparatemedizin, sagte Sitte. "Viele Bürger befürchten, dass sie in der letzten Lebensphase ihre Autonomie und Entscheidungskraft verlieren könnten." Der Mediziner forderte einen weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativ-Angebote in Deutschland. Zudem müsse es mehr leicht zu erreichende Informationsangebote für Notleidende geben.

Unter Palliativversorgung versteht man die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Hierzu gehört auch die Schmerztherapie im ambulanten und stationären Bereich.

apa.at

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