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APA-Artikel 19. September 2014

Nationaler Alzheimer-Aktionsplan gefordert

Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am Sonntag (21. September) forderten am Freitag die österreichischen Seniorenvereinigungen einen nationalen Aktionsplan. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) verwies in einer Aussendung auf einen derzeit in Arbeit befindlichen "Demenzbericht", der die Basis für zukünftiges Handeln darstellen soll.

"Die Volkskrankheit Demenz darf nicht länger ein Tabuthema sein, die Problematik muss in den Fokus der Sozial- und Gesundheitspolitik rücken", verlangte Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (SPÖ), in einer Aussendung. "Aktuell sind in Österreich bereits rund 130.000 Menschen an Demenz erkrankt, laut Experten wird sich diese Zahl bis 2030 verdoppeln, bis 2050 sogar verdreifachen. Darauf müssen Politik und Gesellschaft jetzt reagieren," Im Zusammenhang mit der Problematik sollte auch das Pflegegeld angehoben bzw. indexiert werden.

Blechas Parteikollege Rudolf Hundstorfer verwies als Sozialminister auf derzeit laufende Aktivitäten: "Aus diesem Grund sieht bereits unser Regierungsprogramm der aktuellen Gesetzgebungsperiode die Erarbeitung einer Demenzstrategie für Österreich vor. Aktuell wird in enger Zusammenarbeit zwischen Sozialministerium und Gesundheitsministerium ein Demenzbericht erarbeitet, der eine wesentliche Grundlage für die daraus folgende Demenzstrategie darstellen wird." Der Schwerpunkt liege in Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung, sowie im Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz. Über den Pflegefonds stelle man Geld für den Aufbau bereit.

"Als gesunder Mensch kann man sich kaum vorstellen, wie es ist, selbst an Alzheimer erkrankt zu sein. (...) Der im Regierungsprogramm vereinbarte 'Nationale Aktionsplan gegen Demenz' muss daher Maßnahmen vorsehen, die uns allen dabei helfen, die Erkrankung besser zu verstehen, die Situation der Betroffenen besser und vor allem früher zu erkennen. Gerade bei Alzheimer ist Früherkennung entscheidend für den Behandlungserfolg - hier müssen dringend umfassende Früherkennungs-Programme gestartet werden!"; forderte Andreas Khol (ÖVP) als Präsident des Österreichischen Seniorenbundes.

Weltweit geht man von derzeit rund 35 Millionen Betroffenen aus. Durch die demografische Entwicklung erhöht sich die Zahl der Demenz- und Alzheimer-Kranken ständig.

apa.at

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