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APA-Artikel 18. September 2014

Augenärzte warnen vor Gefahren durch Laser-Attacken

Blendattacken mit Lasern hinterlassen bei Piloten zwar meist keine bleibenden Schäden, doch Augenärzte warnen vor den Gefahren solcher Angriffe. "Piloten können vorübergehend ihr Sehvermögen einbüßen oder Nachbilder sehen", sagte Prof. Johann Roider, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, im Vorfeld eines Fachkongresses (Leipzig) am Donnerstag in Berlin. Der Nachweis organischer Schäden sei zumeist jedoch schwierig.

In 90 Prozent der Fälle werden Pointer im sogenannten grünen Wellenlängenbereich genutzt, die eine Leistung von weniger als fünf Milliwatt haben. Stärkere Laser können jedoch auch bleibende Verletzungen hervorrufen. "Piloten beschreiben die Angriffe als extrem unangenehm, zumal sie in kritischen Flugphasen wie Start oder Landung zu Fehlern mit verheerenden Folgen führen können", sagte Fliegerarzt Frank Jakobs.

2013 wurden bei der Deutschen Flugsicherung über 530 Laserblendungen von Piloten großer Reisemaschinen gemeldet. Hinzu kommen Attacken gegen Hubschrauberpiloten. Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert daher schon seit Jahren, den privaten Besitz von Laserpointern einzuschränken, bisher ohne Erfolg. Die Gerät dürfen in Deutschland zwar nicht verkauft werden, sind aber via Internet zu beziehen. Ihr Besitz oder ihre Mitnahme ist jedoch nicht strafbar. Das macht den Nachweis einer Attacke fast unmöglich.

apa.at

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