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APA-Artikel 16. September 2014

Udo Janßen 2 - Setzte sich gegen 61 Mitbewerber durch

Der designierte KAV-Generaldirektor Udo Janßen (46) setzte sich im Auswahlverfahren gegen 61 Mitbewerber durch. Zuletzt hatte die rathausinterne "Begutachtungskommission" aus einem Dreier-Vorschlag ihn als bestqualifizierten Bewerber an die erste Stelle gereiht. "Ich werde dieser Empfehlung nachkommen", machte Häupl - er hat das letzte Wort in der Sache - am Dienstag die Personalentscheidung fix.

Janßen ist seit Mai 2013 als einer von zwei Vize-Chefs im KAV tätig und verantwortet als solcher den Bereich Finanz- und Controllingmanagement. Der 46-jährige Mediziner und Betriebswirt war davor als geschäftsführender Vorstand des Deutschen Krankenhausinstitutes tätig. Der Neo-Generaldirektor "hat eine Menge von Aufgaben vor sich", betonte der Bürgermeister heute mit Verweis auf die bis 2030 laufende Spitalsreform, die damit verbundenen Standortzusammenlegungen und Schwerpunktsetzungen sowie die Großbaustelle Krankenhaus Nord.

Basis für die Entscheidung war ein internationales Ausschreibungsverfahren, an dem 62 Personen teilgenommen hatten. Ein Headhunter-Unternehmen führte im Anschluss Vorgespräche mit 22 Kandidaten und unterbreitete der Magistratsdirektion einen Dreiervorschlag. Sowohl eine Hearingkommission - dieser gehörte kein politischer Vertreter an - als auch eine achtköpfige rathausinterne Begutachtungskommission befanden Janßen als bestqualifizierten Bewerber und empfahlen dessen Bestellung dem Bürgermeister. Häupl wird diesem Vorschlag nun nachkommen. Die gemeinderätliche Personalkommission muss die Sache letztendlich noch formal absegnen.

Die Neubesetzung des Spitzenpostens war notwendig geworden, nachdem sich Janßens Vorgänger, Wilhelm Marhold, bereits mit Ende Mai in die Pension verabschiedet hatte. Janßen und der zweite stellvertretende Generaldirektor, Thomas Balazs, führten daraufhin das Unternehmen interimsmäßig gemeinsam. Der per Anfang November freiwerdende Stellvertreterposten Janßens wird nachbesetzt. Der KAV werde die Stelle ausschreiben, hieß es.

Auf den Neo-Chef wartet jedenfalls große Verantwortung. Zum KAV gehören derzeit elf Krankenhäuser (inklusive AKH) sowie sechs Pflegewohnhäuser (plus zwei im Bau) und acht Geriatriezenten. Rund 30.000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, das Jahresbudget beträgt gut 3,7 Mrd. Euro.

apa.at

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