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APA-Artikel 11. September 2014

Warnung: Diese Bundesregierung gefährdet Ihre Gesundheit!

"Es ist schon eine beachtliche 'Leistung' der SPÖ/ÖVP-Bundesregierung aus dem einstigen Ärzte-Überschuss einen Ärzte-Mangel zu produzieren", sagte die Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses und FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Wir sind bereits so weit, dass die Regierungs-Politik die Gesundheit der Österreicher massiv gefährdet", so Belakowitsch-Jenewein.

Selbst Ärztekammer-Chef Wechselberger bezeichne den Ärztemangel bereits als "Flächenbrand", so Belakowitsch-Jenewein, die Sofortmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in Österreich forderte. "Diese Misere ist hausgemacht", so Belakowitsch-Jenewein, die auf die untragbaren Rahmenbedingungen für Ärzte verwies, die die Regierung zu verantworten habe. So seien Mediziner mit unattraktiven Kassenverträgen, die zu wenig Geld für zu viel Arbeit bedeuten, belastenden Arbeitszeitmodellen in den Spitälern und veralterten Strukturen konfrontiert, zeigte Belakowitsch-Jenewein auf. "Kein Wunder, dass viele Jungärzte, die um viel Steuergeld in Österreich ausgebildet wurden in das attraktivere Ausland abwandern", so Belakowitsch-Jenewein.

Hier sei in erster Linie die Politik gefragt, die den Arzt-Beruf wieder attraktiver gestalten müsse, so Belakowitsch-Jenewein, die auf die bereits ins kritische Alter kommende Baby-Boomer-Generation verwies, deren künftige medizinische Versorgung alles andere als gesichert sei. "Eines ist klar: Der Bedarf an Ärzten wird in Zukunft nicht kleiner, sondern größer", so Belakowitsch-Jenewein. Dabei sei der zusätzliche Bedarf an Ärzten, der durch die EU-Arbeitszeitregelungen mit einer radikalen Absenkung der Maximalarbeitszeit für Spitalsärzte entstehen werde, noch gar nicht eingerechnet.

Daher fordere die FPÖ Sofortmaßnahmen, um der drohenden Unterversorgung mit Ärzten entgegen zu treten, so Belakowitsch-Jenewein. Dazu zähle etwa die Redimensionierung von Studienplätzen für ausländische Studenten - Vorrang für heimische Studenten. Weiters die Attraktivierung von Kassenverträgen - Die Krankenversicherungen sind kein Sparverein und müssen den Versicherten ihre Beiträge in Form medizinischer Leistungen auch ausschütten. Und, die Reform der Gruppenpraxen - Ärzte müssen endlich auch Ärzte anstellen können, nannte Belakowitsch-Jenewein exemplarisch, drei einfach durchführbare Reaktionen der Politik.

Was uns die SPÖ-Gesundheitspolitik beschert habe sei eine beinharte Zwei-Klassen-Medizin, bei der sich die Reichen ihre Privatärzte samt Luxus-Ordinationen und Fünf-Stern-Spitäler aussuchen könnten, während das Gros der Bevölkerung in überfüllten Kassenordinationen und überforderten Spitalsambulanzen gestapelt würden und elendslange Wartezeiten in Kauf nehmen müsste, kritisierte Belakowitsch-Jenewein. "Hier ist bereits Feuer am Dach", forderte Belakowitsch-Jenewein die neue Gesundheitsministerin auf, sich um diese wesentlichen Dinge zu kümmern, statt populistisches Raucher-Bashing zu betreiben.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468/aom

apa.at

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