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APA-Artikel 11. September 2014

Tag der Endometriose am 29. September: Endometriose - der unbekannte Leidensweg

Für manche Frauen ist der Alltag während ihrer "Tage" besonders quälend und belastend. Viele werden mit Unverständnis konfrontiert, Schmerzmittel und Zähne zusammenbeißen sind oft der einzige Ausweg. Im Schnitt vergehen mehrere Jahre, ehe die wahre Ursache der "Regel-Beschwerden" erkannt wird: Endometriose. In der Endometriose-Ambulanz des Krankenhauses Göttlicher Heiland ist man auf die Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung spezialisiert und schafft so rasch eine deutliche Verbesserung.

Die Tücke der Endometriose liegt an der schwierigen Diagnose, weshalb Frauen oft einen langen Leidensweg hinter sich haben, ehe sie effektiv und gezielt behandelt werden. So erging es auch Brigitte W.: Die ersten Tage ihrer Periode überstand sie nur mit starken Schmerzmitteln. An effizientes Arbeiten im Büro oder aktive Freizeitgestaltung war nicht zu denken. Dazu kam, dass sie sich schon lange ein Baby mit ihrem Mann wünschte, es aber nicht klappen wollte. Selbstzweifel und Schmerzmittel wurden zu ihren ständigen Begleitern. Erst eine Freundin machte sie auf die Möglichkeit dieser Erkrankung aufmerksam. Nach einer genauen Abklärung in der Endometriose-Ambulanz des Krankenhauses Göttlicher Heiland hatte Brigitte W.'s Leiden nun endlich einen Namen und es wurde sofort mit der Behandlung begonnen. Nach einem endoskopischen Eingriff ist Frau W. heute beschwerdefrei und feiert bald den ersten Geburtstag ihrer Tochter.

Schmerzhafte Tage und wenig Lust auf Sex So wie Brigitte W. geht es vielen Frauen: "Starke, krampfartige Schmerzen während der Regelblutung, Beschwerden im Bauch- oder Rückenbereich, Blutungsunregelmäßigkeiten oder unerfüllter Kinderwunsch können einen Hinweis auf Endometriose sein", erklärt OA Dr. Harald Lass, Facharzt für Gynäkologie und Leiter der Endometriose-Ambulanz im Krankenhaus Göttlicher Heiland. "Bei einer weiteren Ausbreitung der gutartigen Wucherungen können zunehmend Schmerzen bei Geschlechtsverkehr, Stuhlgang oder Urinieren auch außerhalb der Periode auftreten."

Verirrte Inseln im Bauchraum Verursacht werden die Symptome bei der Endometriose von sogenannten Inseln der Gebärmutterschleimhaut, die sich unkontrolliert selbst außerhalb der Gebärmutter ansiedeln. Meist ist der untere Bauch- oder Beckenraum von der Krankheit betroffen. Die Beschwerden werden intensiver, je weiter sich die Inseln ausdehnen.

Schmerzfrei mittels Schlüssellochchirurgie Obwohl im Schnitt jede zehnte Frau von Endometriose betroffen ist, vergehen oft drei bis zehn Jahre, ehe eine korrekte Diagnose gestellt wird. "Bei der Therapie kommt neben dem Einsatz von Hormonen auch die Laparoskopie, die sogenannte Schlüssellochchirurgie, erfolgreich zum Einsatz. Vorrang bei der effektiven Entfernung aller Endometriose-Inseln im Bauchraum hat dabei die Erhaltung der weiblichen Fruchtbarkeit sowie aller Organe. Diese wird durch diese schonende Methode am besten gewährleistet", so Dr. Lass.

Endometriose-Ambulanz im Krankenhaus Göttlicher Heiland Die Endometriose-Ambulanz steht allen Patientinnen nach Voranmeldung kostenlos zur Verfügung. Eine Überweisung durch den behandelnden Facharzt ist erbeten, aber nicht notwendig. Ambulanzzeit jeden Mittwoch von 11 - 12 Uhr, Anmeldung unter der Tel.: 01/400 88-7700, 1170 Wien, Dornbacher Straße 20-28

Bildmaterial verfügbar unter www.vinzenzgruppe.at/presse

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/10234/aom

apa.at

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