zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 10. September 2014

Gratis HPV-Impfung an Schulen startet - Gesundheitsministerin Oberhauser: Zugang zur Vorsorge für alle Kinder ermöglicht

Ab dem heurigen Schuljahr werden die seit Februar erhältlichen kostenlosen HPV-Impfungen für Kinder erstmals an Schulen verabreicht. "Die kostenlose HPV-Impfung nimmt den Eltern die Sorge, ihren Kindern eine wichtige, aber teure Vorsorge nicht zuteilwerden lassen zu können - gerade in Zeiten der Krise", betonte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, dem Vizepräsidenten der Ärztekammer Karl Forstner sowie Martin Schaffenrath vom Hauptverband der Sozialversicherungen anlässlich des Impfstarts in den vierten Volksschulklassen. "Mit der Aufnahme der Impfung ins Kinderimpfprogramm haben alle Kinder Zugang zu dieser Vorsorge", sagt die Ministern.

Kostenlos geimpft werden Mädchen und Burschen vom 9. bis zum 12. Geburtstag in zwei Teilimpfungen. "Damit, beide Geschlechter zu impfen, sind wir europaweit Vorreiter", so die Ministerin. Kinder und Jugendliche vom 12. bis zum 15. Geburtstag erhalten die Impfung vergünstigt. Gesundheitsministerin Oberhauser hofft auf eine hohe Durchimpfungsrate der Kinder und sieht in der kostenlosen HPV-Impfung einen "guten Schritt in die Zukunft". "Gehen wir's gemeinsam an!", appelliert die Ministerin an alle Partner im Gesundheitssystem und nicht zuletzt die Eltern, dazu beizutragen, dass die durch HPV ausgelösten Karzinome zurückgedrängt werden. Oberhauser dankte ihrem Vorgänger Minister Alois Stöger für dessen Engagement in der Frage der Finanzierung der Impfung und ihrer Aufnahme in das kostenlose Kinderimpfprogramm.

Humane Papillomaviren (HPV) können Gebärmutterhalskarzinome, aber auch Scheiden-, Penis- oder Mundhöhlenkarzinome verursachen. Die HPV-Impfung gibt es seit 2006 und ist sehr sicher. Allein zwischen Februar und Juli 2014 wurde sie im Rahmen des Kinderimpfprogramms 31.000-mal verabreicht. Der Impfstoff wirkt zwar gegen die häufigsten HPV-Typen, aber nicht gegen alle - die jährliche Vorsorgeuntersuchung in Form des Krebsabstrichs für Frauen ab 18 soll daher weiterhin in Anspruch genommen werden.

Die Häufigkeit der genannten Karzinome soll um bis zu 80 Prozent zurückgehen und auch operative Eingriffe bei Vorstufen zum Gebärmutterhalskrebs sollen um rund 50 Prozent weniger werden. Bilanz ziehen könne man, so Oberhauser, nach 20 Jahren, das "funktioniert im Bereich der Prävention nicht nach Legislaturperioden". Finanziert wird die Impfung zu zwei Dritteln vom Bund und je einem Sechstel von Ländern und Sozialversicherung. Die Impfung kann auch beim Hausarzt verabreicht werden.

SERVICE: Weitere Informationen über die HPV-Impfung stehen in einer einfach verständlichen Broschüre des Gesundheitsministeriums in Kooperation mit Krebshilfe, Bildungsministerium und Hauptverband zum kostenlosen Bestellen und zum Download unter http://bmg.gv.at/home/Startseite/aktuelle_Meldungen/Neue_Infobroschue re_HPV_Impfung_gegen_Krebs_ zur Verfügung.

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275, http://www.spoe.at/impressum

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/195/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben