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APA-Artikel 10. September 2014

Nach Gesprächen Lösung für LKH-Ambulanz Mariazell in Aussicht

Für die zu schwach besetzte LKH-Ambulanz im obersteirischen Mariazell hat Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) am Mittwoch eine kurz- und eine mittelfristige Lösung in Aussicht gestellt: Niedergelassene Ärzte sollen ab Oktober Notdienste übernehmen. Danach sei angedacht, dass die Mediziner ihre Ordinationen ins LKH verlegen. Die rechtlichen Grundlagen müssten aber noch geklärt werden.

Drexler hatte sich am Vormittag zusammen mit Karlheinz Tscheliessnigg, Vorstand der steirischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), mit mehreren Bürgermeistern aus der Region sowie dem niedergelassenen Arzt Walter Surböck zu einem Gespräch getroffen. Dabei besprach man die Idee, dass umliegende Mediziner vorerst für Oktober einspringen und damit eine durchgehende Öffnung der Ambulanz gewährleistet ist. Mittelfristig könnten die Ärzte ihre Ordinationen ins Spital verlegen, doch die rechtlichen Grundlagen dafür müssten erst geprüft werden, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Büro von Drexler.

Das Gespräch am Mittwoch war von einem Bürgerprotest vor dem Krankenhaus begleitet. Rund 350 Menschen waren gekommen, um sich gegen die Schließung der Ambulanz zu stellen. Drexler und Tscheliessnigg versprachen ihnen, eine Lösung zu finden und baten um Verständnis: Der Andrang an Bewerbern und Ärzten, die in Mariazell arbeiten wollen, halte sich nun mal in Grenzen.

Das LKH Mariazell kann seit August seine Ambulanz wegen eines Mangels an Ärzten nicht mehr durchgehend geöffnet halten. Für September konnten nur noch in 13 von 30 Nächten die Dienste besetzt werden. Die KAGes schloss Ende August eine gänzliche Schließung der Spitalsambulanz nicht mehr aus. Die steirischen Grünen hatten vergangene Woche eine Online-Petition für "die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung im Raum Mariazell" gestartet. Die steirische FPÖ legte einen Landtagsantrag vor: "Die Steiermärkische Landesregierung wird aufgefordert, die 24-Stunden-Ambulanz im LKH Mariazell aufrecht zu erhalten und mit den für die Fortführung des Betriebes notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen auszustatten."

apa.at

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