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APA-Artikel 8. September 2014

Marburger Bund wirft Ländern unzureichende Klinikfinanzierung vor

Der Marburger Bund hat die Länder aufgefordert, endlich ihren Investitionsverpflichtungen für die Krankenhäuser nachzukommen. Der Investitionsrückstand der Länder belaufe sich inzwischen auf jährlich rund 3,3 Milliarden Euro, heißt es in einem Eckpunktepapier für die an diesem Montag erneut tagende Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Der Verband für angestellte und beamtete Ärzte schlägt in dem Papier vor, dass sich künftig Bund und Länder in einer "nationalen Kraftanstrengung" um die Finanzierung der Investitionen kümmern sollen. Ohne eine umfassende Reform der Krankenhausfinanzierung sei zu befürchten, dass sich Personalabbau und Rationalisierungsdruck unbegrenzt fortsetzten. Das Argument der Wirtschaftlichkeit dürfe nicht zu weiterem unverhältnismäßigen Personalabbau führen.

"Qualitätsverträge, bei denen die Krankenkassen festlegen, was Qualität ist, lehnt der Marburger Bund ab", heißt es weiter in dem Eckpunktepapier. "Qualität ist, was beim Patienten ankommt." Indikatoren hierfür seien Heilung, Linderung und/oder höhere Lebensqualität.

apa.at

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