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APA-Artikel 2. September 2014

CH: Gesundheitswesen: Mit Digitalisierung 100 Millionen Franken sparen

Durch die Digitalisierung der Kommunikation zwischen Ärzten und Spitälern liessen sich in der Schweiz jährlich über 100 Millionen Franken einsparen. Dies geht aus einer von Studie von Price Waterhouse Coopers (PwC) hervor, die im Auftrag von Swisscom erstellt und am Dienstag in Zürich präsentiert wurde.

Der ineffiziente Datenaustausch zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen sei ein Grund für die steigenden Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien. Gemäss der Studie wird heute "nach wie vor mit sehr viel Papier gearbeitet". Fax und Brief seien die üblichen Kommunikationsmittel.

PwC untersuchte in zwei Spitälern und bei niedergelassenen Ärzten den Überweisungsprozess vom Haus- oder Facharzt ans Spital sowie den abschliessenden Versand der Austrittsberichte. 90 Prozent der Prozesskosten könnten durch eine komplette Digitalisierung eingespart werden, heisst es in der Studie.

Allein durch die Anpassung der beiden Prozesse liessen sich gemäss einer Hochrechnung von PwC jedes Jahr Kosten von 91 bis 139 Millionen Franken einsparen. Gemäss Studien-Mitautor Philip Sommer liegt der Vorteil der elektronischen Datenübermittlung nicht nur in Einsparungen, sondern auch im schnelleren und qualitativ besseren Austausch zwischen den Leistungserbringern.

Um maximale Einsparungen zu realisieren, müsse eine elektronische Krankengeschichte vorhanden sein. Nur so sei gewährleistet, dass alle relevanten administrativen und medizinischen Daten reibungslos ausgetauscht werden könnten.

Swisscom warb am Mediengespräch für ihr eigenes elektronisches Gesundheitsdossier Evita. Dieses ermögliche den vom Patienten berechtigten Ärzten und Spitälern, gegenseitig auf Röntgenbilder, Impfdaten, Medikamentenlisten, Angaben zu Allergien und Laborwerte zuzugreifen.

Der Bund ist daran, im elektronischen Patientendossiergesetz (EPDG) die gesetzlichen Rahmenbedingungen für elektronische Patientendossiers festzulegen.

apa.at

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