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APA-Artikel 1. September 2014

Sonderisolierstationen in Deutschland

Ebola-Patienten könnten in Deutschland an verschiedenen Orten behandelt werden. Unter anderem in Leipzig, wo das Klinikum St. Georg am Sonntag einen Verdachtsfall meldete, gibt es ein Zentrum mit Sonderisolierstationen für Menschen mit möglicherweise hochansteckenden, lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Zentren sind so verteilt, dass ein Krankentransport sie von jedem Ort der Bundesrepublik aus binnen weniger Stunden erreichen kann.

Solche Einrichtungen gibt es neben Leipzig auch in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Main), München und Stuttgart. In der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg besteht ein Ausbildungszentrum, das ebenfalls Patienten aufnehmen kann. Die Berliner Charité verfügt an ihrem Standort Virchow-Klinikum über die größte deutsche Seuchenstation mit mehr als 20 Betten.

Die Infektionsmediziner des Klinikums St. Georg stellten sich bereits auf die mögliche Aufnahme von Ebola-Patienten ein. "Wenn das so weitergeht in Afrika, werden wir als spezialisiertes Behandlungszentrum sicher auch angefragt werden", hatte Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin und Nephrologie, vor kurzem gesagt. "Wir sind darauf vorbereitet, sechs Zimmer unter höchsten Isolierbedingungen zu betreiben." Das Fachpersonal im St. Georg trainiere regelmäßig die Abläufe.

Auf solchen Sonderisolierstationen wird der Patientenbereich durch ein Schleusensystem betreten. In der äußeren Schleusenkammer kann das Personal duschen und Schutzkleidung anziehen. Über die innere Kammer kommen Ärzte und Pflegekräfte zu den Kranken. Beim Ausschleusen wird die Schutzkleidung desinfiziert.

apa.at

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