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APA-Artikel 27. August 2014

D: Wie Ärzte bezahlt werden

Die Krankenkassen stellen von den eingenommenen Beiträgen einen bestimmten Geldbetrag für die Bezahlung der Ärzte zur Verfügung - die sogenannte Gesamtvergütung. Im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) ist festgelegt, wie viel eine medizinische Leistung wert ist: Den einzelnen Behandlungen werden Punktwerte zugeteilt. Zudem gibt es eine Empfehlung, wie viel Geld ein Punkt wert sein sollte. Derzeit liegt dieser sogenannte Orientierungswert bei 10,13 Cent pro Punkt.

Die Höhe des Punktwertes kann regional leicht von der Empfehlung auf Bundesebene abweichen. Das richtet sich nach verschiedenen Faktoren. So wird etwa einbezogen, wie sich die Gesundheit der Bevölkerung in der Region entwickelt und wie sich die Kosten für das Betreiben einer Praxis entwickeln.

Jeder Arzt bekommt zunächst einen Abschlag von seiner zuständigen regionalen Kassenärztlichen Vereinigung. Auf Basis seiner Abrechnung wird dann anhand der erbrachten medizinischen Leistungen, deren Punktwerten und dem Wert eines Punktes in der Region die genaue Höhe der Bezahlung ermittelt.

Für einige Behandlungen gibt es eine Obergrenze - das ist die sogenannte Budgetierung. Ab einer gewissen Zahl bestimmter Behandlungen bekommen die Ärzte dafür weniger Geld. Davon sind etwa Vorsorgeuntersuchungen ausgeschlossen. Zum Honorar kommen noch Einnahmen aus der Behandlungen von Privatpatienten sowie Geld für sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen hinzu.

Von dem Honorar müssen die Ärzte dann etwa Praxiskosten, zum Beispiel für Personal, Miete, Energie und Versicherungen sowie medizinische Geräte, Steuern und den Beitrag für die eigene Krankenversicherung bezahlen.

apa.at

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