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APA-Artikel 22. August 2014

Deutschsprachige Gesundheitsminister tagen in der Schweiz

Fünf Gesundheits-Ressortchefs aus dem deutschsprachigen Raum sind Donnerstag und Freitag in Lauterbrunnen im Berner Oberland in der Schweiz zur Diskussion von gesundheitspolitischen Themen zusammengekommen, die für alle teilnehmenden Staaten eine Herausforderung darstellen: Qualitätssicherung, Demenzerkrankungen und die Preisbildung von Arzneimitteln bzw. die Kostenerstattung.

Das "Gesundheitsquintett" - mit den Repräsentanten aus der Schweiz, Deutschland, Luxemburg, Liechtenstein und Österreich - gibt es seit zwei Jahren, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) am Freitag gegenüber der APA. Der Rahmen eigne sich sehr gut dafür, gesundheitspolitische Fragen zu besprechen, welche die Teilnehmerländer gleichermaßen betreffen. Die Schweiz war durch Bundesrat Alain Berset vertreten, Deutschland durch Gesundheitsminister Hermann Gröhe, Luxemburg durch Ressortchefin Lydia Mutsch und Liechtenstein durch den zuständigen Regierungsrat Mauro Pedrazzini.

"Eine Frage, die wir diskutiert haben ist jene, wie man mit Qualität in der Gesundheitsversorgung umgeht", sagte Stöger. Das habe man am Beispiel der Krankenhaushygiene diskutiert. "Es gab auch einen Erfahrungsaustausch über die demenziellen Erkrankungen, die für alle unsere Länder eine große Herausforderung darstellen."

Gerade auf diesem Gebiet wolle man die Forschungsaktivitäten - in medizinischer und versorgungstechnischer Hinsicht - auch in Zukunft noch eingehender beraten. "Nächstes Jahr soll es dazu eine gemeinsame Tagung geben. Die Schweiz wird sie gestalten", sagte der Ressortchef.

Schließlich wurde in der Schweiz auch ein brandaktuelles Thema diskutiert: die Preisbildung für Arzneimittel bzw. wie man hier auf europäischer Ebene zu einer neuen Strategie in Sachen Erstattung kommen könnte. Immer öfter, derzeit gerade bei den Arzneimitteln zur Heilung der Hepatitis C, sehen sich nämlich Krankenkassen oder sonstige Kostenerstatter mit extrem hohen Preisen für die innovativen und hoch wirksamen Arzneimittel konfrontiert. Nationale Regelungen greifen hier notwendigerweise viel zu kurz.

apa.at

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