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APA-Artikel 22. August 2014

Patientenschützer fordern Profi-Überwachung für Organspenden

Angesichts des Betrugsverdachts bei Organspenden am Deutschen Herzzentrum in Berlin fordern Patientenschützer eine professionellere Organisation der Kontrollen. Spätestens jetzt sei es an der Zeit, die Prüfungs- und Überwachungskommission zu professionalisieren, forderte die Deutsche Stiftung Patientenschutz in Dortmund. "Es kann nicht sein, dass wir eine solch wichtige Aufgabe in Deutschland neben- und ehrenamtlich organisieren", erklärte Vorstand Eugen Brysch laut einer Mitteilung am Freitag.

Die Organisation forderte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auf, das Robert-Koch-Institut mit dieser Aufgabe zu beauftragen. Auch müssten alle Transplantationen der vergangenen zehn Jahre untersucht werden.

Die Organisation kritisierte, bisher hätten Bundesärztekammer und Prüfungskommission immer wieder beschwichtigt, dass Auffälligkeiten hauptsächlich bei Lebertransplantationen lägen. Schwerstkranke fragten sich nun, ob sie wegen manipulierter Warteliste Nachteile erlitten hätten. Bisher hätten sie keine Möglichkeit, Entscheidungen zur Warteliste rechtlich überprüfen zu lassen. "Schließlich geht es um die Verteilung von Lebenschancen", betonte die Stiftung.

Die Organisation versteht sich als Sprachrohr für Schwerstkranke, Pflegebedürftige und Sterbende. Die Stiftung hat nach eigenen Angaben 55 000 Mitglieder und Förderer.

apa.at

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