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APA-Artikel 19. August 2014

Datendiebstahl: US-Krankenhauskonzern verdächtigt chinesische Hacker

Hacker haben bei einem US-Krankenhausbetreiber Daten von etwa 4,5 Millionen Patienten erbeutet. Die betroffene Firma Community Health Systems glaubt, dass die Cyber-Attacken von China ausgingen, wie sie am Montag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte.

Die Angriffe sollen im April und Juni stattgefunden haben. Betroffen seien Patienten, die sich in den letzten fünf Jahren behandeln ließen. Die Hacker sollen Namen, Adressen, Geburtstage sowie Telefon- und Sozialversicherungsnummern gestohlen haben. Informationen zu Kreditkarten und Krankenakten seien aber nicht entwendet worden.

Das Unternehmen aus Franklin im Bundesstaat Tennessee betreibt rund 200 Krankenhäuser in 29 US-Staaten, vor allem in ländlichen Regionen. Die Firma war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, auch die Internetseite war zwischenzeitlich nicht aufzurufen. Aktionäre reagierten unbeeindruckt, die Papiere von Community Health Systems hielten sich leicht im Plus.

Erst im Juli hatte die "New York Times" über einen Angriff berichtet, mit dem sich Hacker in China Zugang zu amerikanischen Computern mit vertraulichen Personalakten der US-Behörden verschafft haben. Zehntausende Bedienstete sollen betroffen gewesen sein. Ende des Monats meldete Kanada eine chinesischen Cyber-Attacke auf die Staatsbehörde für Wissenschafts- und Industrieforschung.

apa.at

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