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APA-Artikel 14. August 2014

Merkel für sehr restriktive Regelung bei aktiver Sterbehilfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine "sehr restriktive Regelung" bei der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen. Davon werde sie sich auch bei der Abstimmung im Bundestag leiten lassen, sagte Merkel den "Kieler Nachrichten" (Freitag). Abgeordnete seien "ihrem Gewissen verpflichtet, erst recht bei Grenzfragen des menschlichen Lebens". Nach einem gescheiterten Anlauf will der Bundestag bis 2015 über eine Reform bei der Sterbehilfe entscheiden.

Gerade für eine Volkspartei sei es wichtig, über derartige Themen offen zu diskutieren, sagte sie mit Blick auf die Positionierung der Union. "Als Parteivorsitzende wünsche ich mir das. Wir sind jetzt mitten in dieser Debatte." Weiter sagte die CDU-Vorsitzende und Regierungschefin: "Ich möchte darüber hinaus, dass wir die Palliativmedizin noch weiter ausbauen."

Sie erinnere sich an die sehr ernsthaften Parlamentsdebatten, als es beispielsweise um die Präimplantationsdiagnostik, um Organspenden oder um Stammzellen gegangen sei, sagte Merkel weiter. "Das waren beeindruckende parlamentarische Stunden - in einer Atmosphäre des Respekts vor denen, die anders entschieden haben."

Präimplantationsdiagnostik dient der Erkennung von Erbkrankheiten und Anomalien bei durch künstliche Befruchtung gezeugten Embryonen. Palliativmedizin ist die Versorgung sterbenskranker Menschen.

Der Chef der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte, die Bundeskanzlerin mache mit ihren Äußerungen klar, dass sie keine Liberalisierung der aktiven Sterbehilfe wolle. "Nun muss sich Merkel ebenso klar positionieren für ein Verbot der organisierten Suizidbeihilfe. Hier fehlen konkrete Gesetzesvorschläge."

apa.at

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