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APA-Artikel 14. August 2014

Studie: Risiken der Früherkennung werden unterschätzt

Die möglichen Nachteile der Krebs-Früherkennung sind einer Studie zufolge nicht ausreichend bekannt. Bei einer Befragung von knapp 1800 Patienten habe lediglich jeder dritte gewusst, dass eine Früherkennungsuntersuchung auch Risiken haben könne. Dazu zählten vor allem falsche Befunde, die oft wochenlang zu psychischen Belastungen oder sogar zu überflüssigen Operationen führten, teilte am Donnerstag die Bertelsmann-Stiftung mit. Sie hatte die Studie gemeinsam mit der Krankenkasse Barmer GEK durchgeführt.

Nach Einschätzung der Studienautorin Sylvia Sänger vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wird der Nutzen der Krebs-Früherkennung selbst von den Ärzten überschätzt. "Um ihrer Schlüsselrolle bei der Entscheidungsfindung der Patienten gerecht zu werden, sollten Ärzte (...) über Nutzen und Risiken gesondert geschult werden", forderte die Gesundheitswissenschaftlerin. Für 84 Prozent der Deutschen sei die Empfehlung ihres Arztes der wichtigste Grund, um an einer Untersuchung zur Früherkennung teilzunehmen.

apa.at

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