zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 11. August 2014

Gesundheitsreform - Ärztekammer und Grüne: Freie Mittel investieren

Ärztekammer und die Grünen fordern, das durch die Gesundheitsreform eingesparte Geld den Versicherten zugutekommen zu lassen. Nach dem ersten Monitoring-Bericht wurde im Jahr 2012 das festgelegte Ausgabenwachstum um 133 Millionen Euro unterschritten.

Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart führte das Ergebnis auf die restriktive Politik der Krankenkassen zurück. "Egal, ob um neue medizinische Leistungen oder um längere Öffnungszeiten verhandelt wird, den Kassen geht es seit jeher nur darum, möglichst wenig Geld der Versicherten für die Versicherten auszugeben", kritisierte Steinhart in einer Aussendung. Deshalb bleibe auch der Wunsch des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger nach verlängerten Öffnungszeiten von Arztpraxen so lange unerfüllt, solange es nicht genügend Vertragsärzte gebe.

Die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Mückstein forderte, das Geld zur Schließung von Versorgungslücken zu verwenden. Insbesondere sollten die freigewordenen Mittel an Menschen mit psychischer Erkrankung, die Psychotherapie benötigen, gehen. Weitere Versorgungslücken ortet Mückstein im Bereich Physio- und Ergotherapie und der Palliativ- und Hospizversorgung. Auch hier sollte in eine bessere Versorgungsdichte investiert werden.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben