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APA-Artikel 8. August 2014

Rotes Kreuz fordert legale Wege zum Asylverfahren

In einer aktuellen Stellungnahme der UN zu den Migrationsplänen der EU werden mehr legale Wege für Flüchtlinge und Migranten in die EU einzureisen und Asyl zu beantragen gefordert. "Wir begrüßen diese Stellungnahme der Vereinten Nationen", sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Seit langem schon fordern wir, dass Migranten ohne legalen Status als Menschen betrachtet werden, die Rechte haben und Schutz brauchen." Das Rote Kreuz tritt dafür ein, dass Migranten ohne legalen Status Gesundheitsversorgung, Bildungs- und öffentliche Wohnungsangebote sowie soziale Dienste und Rechtsschutz in Anspruch nehmen können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

"Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten tragen Verantwortung für ein gerechtes und gut funktionierendes gemeinsames europäisches Asylsystem, das auch effektiven Zugang zur EU gewährt, für Menschen, die Asyl beantragen wollen", sagt Kerschbaum. "Es ist an der Zeit, dass Europa seine Flüchtlingspolitik überdenkt, Menschen aus Konfliktgebieten stärker unterstützt und ihnen innerhalb der EU besseren Schutz gewährt."

Die derzeitige EU-Politik der Illegalisierung spiele kriminellen Netzwerken in die Hand, die damit Geld verdienen, unterstütze jedoch zu wenig verwundbare Migranten. "Vor einigen Wochen hat die Innenministerin europaweite Resettlement-Programme für schutzbedürftige Flüchtlinge gefordert. Eine Umsetzung dieser Forderung würde ich sehr begrüßen, weil sie den Ärmsten der Armen zu Gute käme", so der Rotkreuz-Generalsekretär.

Rückfragehinweis: Mag. Andrea Janousek, Österreichisches Rotes Kreuz, Presse- und Medienservice, Tel.: + 43 1 589 00-153, Mobil. + 43 664 544 46 19, mailto: , http://www.roteskreuz.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/163/aom

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