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APA-Artikel 8. August 2014

Krankenhaus-Deal bringt Rhön-Klinikum Milliardengewinn

Der fränkische Klinikbetreiber Rhön weist einen spektakulären Gewinn aus, Grund ist ein Sondereffekt: Der Verkauf von 40 Kliniken an Fresenius. Das macht die Bilanzen schwer vergleichbar.

Der Verkauf eines Großteils seiner Kliniken hat dem Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum in den ersten sechs Monaten einen Milliarden-Gewinn eingebracht. Die Halbjahresbilanz ist wegen der Veräußerung von 40 Kliniken an Fresenius aber nur schwer vergleichbar. Rhön konzentriert sich auf die laufende Neuausrichtung und nannte deshalb nach wie vor keine Prognose für das laufende Jahr, wie das Unternehmen am Freitag in Bad Neustadt an der Saale mitteilte.

Unter dem Strich stand für die ersten sechs Monate ein Gewinn von 1,2 Milliarden Euro, nach 50,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz lag bei 959 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2013 hatte er noch 1,5 Milliarden Euro betragen. Der Drei-Milliarden-Euro-Deal mit Fresenius ist inzwischen abgeschlossen.

An der Börse wurden die Quartalszahlen als schwach eingeschätzt, Analysten wollten sie aber nicht überbewerten. Die Ziele für 2015 würden durch die Resultate nicht in Frage gestellt. Rhön peilt für das erste komplette Jahr in der neuen Aufstellung Erlöse von 1,06 bis 1,12 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 145 bis 155 Millionen Euro an.

Offene Fragen gibt es beim geplanten Aktienrückkauf im Wert von 1,7 Milliarden Euro, mit dem Rhön seine Anteilseigner an dem Geschäft beteiligen und das Grundkapital verringern will. Die Hauptversammlung hatte den Plan abgenickt, seit Mitte Juli liegt aber eine Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse vor. Ob der Rückkauf wie geplant ablaufen kann, ist damit unklar. "Die Gesellschaft bewertet die Erfolgsaussichten der eingereichten Klage als gering", schrieb Rhön-Chef Martin Siebert den Aktionären.

Das Unternehmen will sich künftig mit zehn Kliniken an fünf Standorten auf Spitzenmedizin konzentrieren. Dieser Umbau gewinne zunehmend an Dynamik, so Siebert.

apa.at

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