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APA-Artikel 8. August 2014

Klinikverkauf trieb Gewinn von Rhön-Klinikum im Halbjahr in die Höhe

Der Verkauf eines Großteils seiner Kliniken an den Gesundheitskonzern Fresenius füllt dem Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum kräftig die Kasse. Die Einnahmen aus dem Verkauf von 40 Kliniken und Versorgungszentren ließen den operativen Gewinn (Ebitda) im ersten Halbjahr auf 1,35 Mrd. Euro in die Höhe schnellen, wie das MDax-Unternehmen am Freitag mitteilte.

Vor einem Jahr hatte der operative Gewinn noch bei 151,5 Mio. Euro gelegen. Der Konzernüberschuss kletterte auf 1,21 Mrd. Euro nach 50,8 Mio. Euro vor Jahresfrist. Rhön setzte von Jänner bis Juni allerdings nur noch 959,1 Mio. Euro um - ein Rückgang von 36,3 Prozent binnen Jahresfrist. Nach dem Klinikverkauf besitzt der fränkische Konzern künftig nur noch zehn Krankenhäuser an fünf Standorten mit etwa 5.300 Betten.

Für das zweite Quartal wies Rhön allerdings bedingt durch Anpassungen beim Kaufpreis von zusammen gut 100 Mio. Euro einen operativen Verlust (Ebitda) von 133,5 Mio. Euro aus.

Nach dem Klinikverkauf plant Rhön im Gesamtjahr 2014 mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro - einen Gewinnausblick gab das Unternehmen nicht. Für 2015, das erste volle Jahr in neuer Aufstellung, erwartet der Konzern einen Umsatz von 1,06 bis 1,12 Mrd. Euro sowie ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 145 und 155 Mio. Euro. Rhön-Klinikum will sich in seinen verbliebenen Krankenhäusern auf Spitzenmedizin mit enger Verbindung zur Forschung konzentrieren. Zudem plant Rhön zusammen mit Fresenius und dem Konkurrenten Asklepios ein deutschlandweites Netzwerk aufzubauen, das betriebliche Zusatzversicherungen anbietet.

apa.at

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