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APA-Artikel 5. August 2014

CH: Senioren sterben immer häufiger wegen Stürzen

Stürze fordern in der Schweiz jährlich etwa fünfmal mehr Todesopfer als Verkehrsunfälle. Vor allem Senioren fallen immer häufiger mit tödlichen Folgen hin: Von 100'000 über 90-Jährigen sterben fast 800 durch einen Sturz. Doch die Betagten schätzen die Gefahr falsch ein.

Dies geht aus der Unfallstatistik "Status 2014" der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu hervor, die am Dienstag publiziert wurde.

Demnach starben 2011 1483 Personen nach einem Sturz zuhause, weitere 15'820 wurden schwer verletzt oder invalid. Die Zahl der Verkehrs- und Sportopfer scheint im Vergleich gering: Jährlich verlieren rund 300 Menschen ihr Leben auf der Strasse, und etwa 140 sterben beim Sport. Für das Jahr 2006 weist die bfu noch 1185 tödliche Stürze aus.

Vor allem für hochbetagte Seniorinnen und Senioren enden Stürze oft tödlich. Von 100'000 Einwohnern im Alter von über 90 Jahren sterben 758 durch einen Sturz. Zum Vergleich: Bei den 71- bis 80-Jährigen sind es 41.

Ein grosser Teil der Unfälle geschieht nicht etwa auf Treppen oder Leitern, sondern auf der gleichen Ebene - die Rentner stolpern oder rutschen aus. Am häufigsten fallen sie in Wohn- und Schlafzimmer hin, gefolgt von Garten und Schwimmbad.

Doch die Gefahr scheint vielen nicht bewusst zu sein. Die bfu hat im März beim Link-Institut eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Das Resultat zeigt, dass nur 15 Prozent der befragten über 75-Jährigen glauben, Stürze würden sehr oft zu Verletzungen führen, die medizinisch behandelt werden müssen.

Die bfu spricht von "einer der grossen Herausforderungen für die Unfallprävention", da der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung stetig steigt. Sie hat dazu eigens Präventionsmassnahmen ins Leben gerufen, die unter anderem auf das Trainieren von Kraft und Gleichgewicht setzen.

apa.at

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