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APA-Artikel 28. Juli 2014

NÖGKK-Hutter und LR Androsch: 1,7 Mio. Euro für die Zahngesundheit unserer Kleinsten

Das Land Niederösterreich, die NÖGKK, die anderen NÖ Krankenversicherungsträger und die Landeszahnärztekammer ziehen weiter an einem Strang: Mit 1. Juli trat eine neue Vereinbarung in Kraft, die das Programm "Apollonia 2020" in Niederösterreich absichert. Allein für das kommende Schuljahr stehen mehr als 1,7 Mio. Euro für die Zahngesundheit der Kindergarten- und Volksschulkinder bereit.

Das Kariesprophylaxe- und Zahngesundheitsförderungsprogramm startete im Jahr 2001 und hat die Aufgabe, die Ziele der Weltgesundheitsorganisation WHO in Sachen Zahngesundheit bei den Kids bis zum Jahr 2020 zu erreichen: 80 Prozent der Sechsjährigen sollen dann kariesfrei sein. Das Programm zeigt in Niederösterreich Wirkung, der Zustand der Zähne unserer Kleinsten wird Jahr für Jahr besser.

Spielerisches Lernen und professionelle Behandlung

"Es ist überaus wichtig, die Zähne unserer Schulkinder im Blick zu behalten, mit der Vorsorge so früh wie möglich anzusetzen und ihnen das nötige Know-how mitzugeben", sagt der Obmann der NÖGKK, KR Gerhard Hutter. "Das spielerische Lernen ist in diesem Programm genauso wichtig wie der professionelle Check durch die Zahnmedizin", erklärt der NÖGKK-Obmann. "Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, dass dieses Programm weitergeführt werden kann. Apollonia hat sich im letzten Jahrzehnt hervorragend bewährt."

"Die Zähne unserer Jüngsten werden durch die Aufklärungsarbeit in Kindergärten und Volksschulen immer gesünder. Derzeit sind bereits 53 Prozent der Sechsjährigen kariesfrei. Das sind um 15 Prozent mehr als vor zehn Jahren und die Kurve zeigt weiter nach oben", freut sich NÖ Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch über die Fortführung des erfolgreichen Projekts. Ungeachtet der äußerst positiven Entwicklung bedürfe es aber noch weiterer Anstrengungen, auch über das Programm hinaus, um das ambitionierte Ziel von 80 Prozent kariesfreier Sechsjähriger zu erreichen, so Androsch: "Ein wichtiger Punkt ist dabei die Zahn- und Mundpflege im Babyalter. Fast 20 Prozent der Kinder haben zu Beginn des Kindergartenbesuches bereits eine oder mehrere kariöse Läsionen", so Androsch.

Kinderzähne unter Beobachtung: Check, Erziehung, Information

Die Apollonia-Kariesprophylaxe ist breit aufgestellt und hat mehrere unterschiedliche Standbeine: Im Kindergarten sowie in der ersten und vierten Schulstufe sind Zahnstatuserhebungen durch Zahnärztinnen bzw. Zahnärzte vorgesehen. Die Kinder werden untersucht und ihre Eltern über den Zustand der Zähne informiert. Darüber hinaus besuchen Zahngesundheitserzieherinnen und -erzieher zweimal pro Jahr die Kleinen in Kindergärten und Volksschulen. Zudem werden Elterninformationen in Kindergärten sowie den ersten und vierten Schulklassen, aber auch in frühkindlichen Einrichtungen, organisiert.

Die Organisation von Apollonia 2020 obliegt dem "Arbeitskreis für zahnärztliche Vorsorgemedizin" (AKS-ZAVOMED). Dieser sorgt für 8 650 Besuche in Kindergärten und 7 150 Be-suche in Schulen. Die Kosten tragen zur Hälfte die NÖGKK mit den anderen Krankenversicherungsträgern sowie das Land Niederösterreich.

Mädchen haben bessere Zähne als Buben

Im Schuljahr 2012/13 wurden 42 652 Kinder mit insgesamt 926 280 Zähnen untersucht. Allgemein ist zu sagen, dass der Zustand des Gebisses bei Knaben schlechter ist als bei Mädchen. Die Zahngesundheit bei Kindern, die auf dem Land aufwachsen, ist zudem besser als die von Kids aus der Stadt. Außerdem werden die Zähne mit dem Alter schlechter: Volksschüler haben eher Karies als Kindergartenkinder.

Nähere Informationen: www.noegkk.at www.apollonia2020.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/436/aom

apa.at

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