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APA-Artikel 25. Juli 2014

Ärzteausbildung - Stöger: Beruf wird attraktiver

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) ist überzeugt davon, dass mit dem neuen Modell der Ärzteausbildung der Arztberuf, speziell der Hausärzte am Land, für junge Menschen wieder attraktiver wird. Außerdem werde damit die Qualität der Ausbildung wesentlich verbessert, das komme allen Patienten zugute, erklärte Stöger am Freitag gegenüber der APA.

Zentral an dem neuen Konzept ist für Stöger die gemeinsame Basisausbildung für alle Ärzte im Spital - "sie arbeiten in Zukunft miteinander und lernen voneinander". Und durch die mindestens sechs Monate dauernde Lehrpraxis werden die jungen Turnusärzte "ideal auf die tägliche Arbeit in der Ordination vorbereitet", meinte Stöger.

Für die Ärztekammer, die in die Erarbeitung eingebunden war, geht der Entwurf "in die richtige Richtung". Man werde sich den Entwurf nun genau ansehen und dann eine detaillierte Stellungnahme abgeben, erklärte ein Sprecher der Interessensvertretung auf Anfrage der APA. Wichtig ist aber auch der Ärztekammer, dass die angehenden Allgemeinmediziner nun eine Lehrpraxis in einer Ordination machen und damit die Anforderungen einer Ordination kennenlernen.

Auch für die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely geht der Entwurf "in die richtige Richtung". Für sie ist er auch "ein wichtiger Bestandteil des notwendigen Gesamtpaketes, um die EU-Arbeitszeitrichtlinie sinnvoll umzusetzen". Nach Ansicht Wehselys wird das Modell dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Ärzte zu attraktivieren, um "langfristig die ausgezeichnete Qualität der medizinischen Versorgung garantieren" zu können. Dabei gelte es vor allem, die Bedürfnisse der Jungmediziner besser als bisher zu berücksichtigen. Zu dem Gesamtpaket zählt für Wehsely auch die derzeit gerade vom Sozialministerium erarbeitete Neuregelung der Arbeitszeiten in den Spitälern.

apa.at

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