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APA-Artikel 24. Juli 2014

Wiener Krankenhaus Nord: FPÖ lässt Stadtrechnungshof prüfen

Im Juni feierte man die Dachgleiche des Wiener Großbauprojektes Krankenhaus Nord. Gründe sich zu freuen, sah der nicht amtsführende FPÖ-Stadtrat David Lasar am Donnerstag jedoch keine. In einer Pressekonferenz kritisierte er "chaotische Zustände" und fehlendes Management. Nun lässt die FPÖ den Stadtrechnungshof das Bauvorhaben KH Nord prüfen, der Antrag sei bereits eingebracht worden, so Lasar.

"Insider" hätten ihm berichtet, dass es am Montag erneut zu massiven Problemen auf der Baustelle gekommen sei, erklärte der Stadtrat. Es habe "Riesenwassereintritte" gegeben, das Wasser sei im Keller bis zu einen Meter hoch gestanden. Das könnte in Zukunft auch zu Problemen mit der Dichtbetonwanne und in weiterer Folge mit der gesamten Statik führen, befürchtete Lasar. Als Ursache für diesen Zwischenfall benannte er die "chaotischen Zustände" auf der Baustelle.

Nach Auskünften von Experten sei auch mit einer Eröffnung vor 2019 nicht zu rechnen. Ursprünglich war der Vollbetrieb für 2016 vorgesehen. "Auf der Baustelle bewegt sich auch nicht sehr viel, ich wüsste nicht, wo die arbeiten", meinte Lasar. Grund dafür sei auch, dass viele der Verantwortlichen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) - darunter die Projektleiterin und der stellvertretende Projektleiter - "das sinkende Schiff verlassen" hätten. "Es gibt niemanden mehr, der das Projekt leitet. Bedenklich ist das schon", erklärte der Stadtrat.

Auch die Finanzierung kritisierte Lasar: "Ich weiß nicht, woher man das Geld nehmen wird." Denn statt der geplanten 954 Millionen Euro werde das Mega-Projekt nach Einschätzung seiner Kontakte bis zu 1,5 Milliarden verschlingen. Die Kosten aus dem laufenden Budget zu decken, hält er für unrealistisch - schon jetzt seien übergebliebene Gelder der Mindestsicherung "angezapft" worden.

apa.at

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