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APA-Artikel 22. Juli 2014

D: Reformbedarf bei den 2000 Krankenhäusern

Bund und Länder beraten derzeit über eine Klinikreform - bis Dezember soll ein Konzept stehen. Was sind die größten Probleme?

FINANZIERUNG: Die Hälfte der etwa 2000 Kliniken schreibt rote Zahlen - rund 400 Häuser rutschten innerhalb eines Jahres ins Minus. Für Gebäude und Geräte sind die Länder zuständig, für den laufenden Betrieb die Krankenkassen. Die Kliniken werfen den Ländern vor, mehr als drei Milliarden Euro pro Jahr zu wenig zu zahlen. Die Kassenausgaben für die Kliniken steigen laut Kassenprognose 2014 um 2,6 auf 66,8 Milliarden Euro.

QUALITÄTSUNTERSCHIEDE: Jährlich kommen einige tausend Behandlungsfehler in Kliniken ans Licht. Es gibt Versuche, die Qualität und Komplikationsraten zu ermitteln. Doch umfassend geschieht dies nicht. Wenig transparent ist etwa, an welchen Kliniken Standards zur Hygiene eingehalten werden.

ANSTIEG DER OPERATIONEN: Laut OECD liegt Deutschland bei Behandlungen mit 240 Klinikaufenthalten pro 1000 Einwohnern hinter Österreich an der Spitze. Für rund zwei Drittel der Zunahme gebe es keine vernünftige Erklärung, heißt es bei den Kassen. In Frage gestellt wird inzwischen, ob vor allem der Anstieg von Rücken-, Herz- und Gelenk-OPs notwendig ist.

STRUKTUR: Experten und Kassen kritisieren seit langem, dass es zu viele Häuser gibt, an denen planbare, komplizierte Behandlungen gemacht werden - statt sie auf die Spitzenkliniken zu konzentrieren.

apa.at

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