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APA-Artikel 11. Juli 2014

Steirische Spitäler: Lob von Ärztekammer, Tadel von Opposition

Lob und Tadel hat es am Freitag nach der Präsentation der Evaluierungsergebnisse für Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) gegeben. Die steirische KPÖ sprach von einer "Bankrotterklärung der steirischen Gesundheitspolitik", die steirischen Blauen schätzten die bleibende Schließung der Gebärstation Voitsberg als "Fehlentscheidung" ein. Die Ärztekammer sah dagegen ein "erfreuliches Signal".

Der Grüne Landtagsklub meinte, Drexler habe in Sachen Voitsberg sein Wort nicht gehalten: "Statt einem Dialog setzt er weiter auf einen Monolog", erklärte Ingrid Lechner-Sonnek. Von einem Einbeziehen der Betroffenen sei keine Rede mehr. "Die Debatte um die ehemalige Gebärstation im LKH Voitsberg hätte eine Kehrtwende einleiten können, Politik auf der Basis von Wissen, Haltung und offener Kommunikation zu machen", so Lechner-Sonnek.

Die KPÖ forderte, dass das Land die Gesundheitspolitik wieder in die eigene Hand nehmen muss. Die Landesverwaltung verfüge über die nötigen Experten: "Trotzdem werden hohe Beträge ausgegeben, um wesentliche Weichenstellungen in die Hand externer Beratungsfirmen zu legen. Deren Expertisen dienen oft als Vorwand für budgetpolitische Experimente, so auch im Falle des RSG, der teilweise zurückgenommen werden musste."

Der steirische FPÖ-Gesundheitssprecher Gunter Hadwiger sehe zwar den Ausbau eines geriatrischen Zentrums und damit die längerfristige Standortsicherung des LKH Voitsberg positiv, die Schließung der Geburtenklinik sei jedoch nach wie vor eine Fehlentscheidung. Mit der Schließung der Gebärstation ein hohes "Qualitätsmanagement" erhalten zu wollen, sei für ihn nicht nachvollziehbar.

Die Ärztekammer dagegen - Vertreter saßen übrigens in der Evaluierungs-Expertenrunde - lobte Drexler: "Er hat erkannt, dass Gesundheitspolitik nicht am Reißbrett gemacht werden kann, sondern sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren muss", meinte Kammerpräsident Herwig Lindner. Dass die Landespolitik sich den medizinischen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft offensiv stellen wolle, sei "ein erfreuliches Signal für die Menschen in der Steiermark".

apa.at

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