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APA-Artikel 10. Juli 2014

D: Studie: Landarztgesetz kann Medizinermangel nicht stoppen

Jüngste Reformversuche können den Ärztemangel auf dem Land nach einer neuen Studie nicht stoppen. Das zeigt eine Erhebung der Bertelsmann Stiftung. Zwar verbessere sich die Lage bei den Hausärzten. Doch weiterhin arbeite etwa ein Drittel der Kinder-, Frauen- und Augenärzte in Großstädten - obwohl nur ein Viertel der Bevölkerung dort lebe.

Infolge des seit Anfang 2012 geltenden Landarztgesetzes startete ein Jahr darauf eine neue Ärzteplanung des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen, des höchsten Gremiums des Gesundheitswesens. Geschaffen wurden unter anderem 3000 garantierte Möglichkeiten zur Praxiseröffnung für Hausärzte.

Der Gesundheitsexperte der Stiftung, Stefan Etgeton, sagte der Nachrichtenagentur dpa in Berlin: "Die Bilanz ist nicht ganz schlecht, aber insgesamt doch ernüchternd." Das Landärztegesetz erreiche noch nicht einmal in jedem zweiten Landkreis eine Verteilung der Arztsitze, die dem wirklichen Bedarf entspreche. Rückschritte drohten insbesondere bei der Verteilung der Fachärzte, die wohnortnah benötigt werden.

apa.at

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