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APA-Artikel 3. Juli 2014

Salzburger Gebietskrankenkasse im Vorjahr mit 17 Mio. Euro Überschuss

Die Salzburger Gebietskrankenkasse hat das Jahr 2013 mit einem Überschuss von rund 17,4 Millionen Euro abgeschlossen. Die Versicherungsleistungen stiegen im Vergleich zum Jahr davor um 3,6 Prozent auf 694 Mio. Euro, informierte Obmann Andreas Huss am Donnerstag vor Journalisten. Gleichzeitig wurde heute das Ergebnis zweier Umfragen präsentiert, die der Kasse insgesamt ein gutes Zeugnis ausstellen.

Die Versicherung sitzt auf einem Rücklagen-Berg in der Höhe von knapp 178 Millionen Euro. Es werde aber keineswegs jedes Jahr ein Überschuss erwirtschaftet. Auf zehn Jahre betrachtet habe man eine schwarze Null geschrieben, sagte Huss. Und weil eben auch Jahre mit einem Minus im Ergebnis dabei seien, seien die Rücklagen auch notwendig.

Den größten Brocken bei den Aufwendungen machten im Vorjahr Spitalskosten mit rund 203 Mio. Euro (plus 2,9 Prozent) aus, gefolgt von ärztlichen Leistungen im niedergelassenen Bereich mit 183 Mio. Euro (plus 6,3 Prozent). Medikamente schlugen sich mit 133 Mio. Euro (plus 2,1 Prozent) zu Buche, der Rest verteilt sich auf etliche Bereiche, etwa auf Rehabilitation oder Hilfsmittel. Unter dem Strich hatten die 450.000 Versicherten im Vorjahr rund 3,5 Mio. Arztkontakte. 4,8 Millionen Medikamente wurden verordnet, das sind durchschnittlich etwas mehr als zehn für jeden Versicherten.

Nicht ohne Stolz präsentierte Kassen-Direktor Harald Seiss das Ergebnis zweier Umfragen über die Zufriedenheit der Versicherten bzw. der Dienstgeber mit der GKK. 87 Prozent der Versicherten und 71 Prozent der Arbeitgeber zeigten sich demnach sehr zufrieden oder zufrieden. Die GKK wird als vertrauenswürdig, korrekt und durchaus kundenorientiert angesehen. Bei der Frage nach Wünschen wird vor allem die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung und der Ausbau im Bereich Zahnmedizin genannt. Starke Erweiterungswünsche gibt es auch im Bereich der Vorsorge, Gesundheitsinformation, Psychotherapie und der Alternativmedizin.

Die Kassenführung sieht sich und ihren Kurs mit diesen Umfragen weitgehend bestätigt. "Wir treffen punktgenau die Anliegen unserer Kunden", sagte Huss. So sei man gerade dabei, das Zahnambulatorium um zehn Stühle auszubauen, im Bereich der Vorsorge wurde etwa ein Zuschuss für die Mundhygiene für Kinder und Jugendliche eingeführt, und auch 26 Psychotherapeuten seien neu unter Vertrag.

Auch die Vorbereitung für die ersten Primärversorgungszentren sei im Laufen, berichtete Huss. Diese sind ab 2015 möglich. Das sind größere Praxen, in denen mehrere Ärzte arbeiten, und die auch Pflegepersonal und womöglich sogar Physiotherapeuten beschäftigen können und attraktivere Öffnungszeiten haben. Dieses Modell sei als dezentrale Alternative zur Spitalsambulanz zu sehen. In Salzburg will man zunächst mit zwei derartigen Zentren starten und damit Erfahrung sammeln, sagte Huss.

apa.at

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