zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 1. Juli 2014

SVA: Pensionsversicherungsbeitrag für aktive Pensionisten abschaffen

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) fordert für alle Pensionisten, die über das Regelpensionsalter hinaus arbeiten, eine Abschaffung des Pensionsversicherungsbeitrages. SVA-Obmann Christoph Leitl und seine beiden Stellvertreter Peter McDonald und Wilhelm Turecek begründeten die Forderung damit, dass dies volkswirtschaftlich und gesundheitspolitisch sinnvoll wäre.

Neben der zusätzlichen Wertschöpfung, die durch aktive Pensionisten entstehe, gelte auch: "Wer länger arbeitet, ist länger gesund", formulierte McDonald. Seiner Auffassung nach wäre die Abschaffung auch kostenneutral. Für die eigenen Versicherten plant die SVA zu diesem Thema eine repräsentative Befragung.

Für seine Selbstständigen verlangte Leitl in der Pressekonferenz am Dienstag, dass sie bei lange Krankheit oder nach eine Unfall früher Krankengeld bekommen sollen. Derzeit steht es ihnen erst nach 43 Tagen zu. Der Wirtschaftskammer-Präsident wünscht sich dies "zu einem früheren Zeitpunkt", konkret festlegen wollte er sich aber nicht.

Die SVA will künftig auch für alle Kinder und Jugendlichen Gesundenuntersuchungen anbieten. Konkret soll der speziell für Kinder und Jugendliche angepasste Gesundheits-Check, der seit Herbst 2013 als Pilotprojekt in Wien und im Burgenland läuft, nun auf ganz Österreich ausgeweitet werden. Leitl betonte, dass schon die Kinder "Gesundheit lernen" sollten.

Der SVA-Obmann begründete seine Forderungen damit, dass Selbstständige "Trapezkünstler" seien. Wenn etwas passiert, gebe es entweder ein Netz oder man pralle auf dem harten Beton auf, letzteres bedeute dann die Insolvenz. Das unternehmerische Risiko könne man den Selbstständigen nicht abnehmen, das soziale Risiko könne dann aber durch ein Netz abgefedert werden. Die Selbstständigen wollten dabei keine Privilegien aber auch keine Diskriminierung, meinte Leitl.

Dass die SVA als eine von wenigen Krankenkassen derzeit negative Zahlen schreibt, dafür machte Leitl die Politik verantwortlich. "Die SVA würde positive Zahlen schreiben, wenn sie nicht in einem Abschöpfungsprozess wäre." Konkret meint er damit den sogenannten Hebesatz, also jenem Beitrag, den der Staat als Ersatz für die Arbeitgeberbeiträge bei Pensionisten in die Pensionsversicherung zuschießt. Diese Abschöpfung sei bis 2015 befristet, die SVA werde dafür kämpfen, dass sie nicht verlängert wird. Die SVA habe jedenfalls eine "ordentliche Gebarung", versicherte Leitl, "dieses Haus ist effizient und effektiv."

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben