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APA-Artikel 30. Juni 2014

Primärversorgung - Einstimmig beschlossen

Das Konzept zur Primärversorgung in Österreichs Gesundheitswesen kann umgesetzt werden. Im Gesundheitsministerium wurde es am Montag von Vertretern von Bund, Ländern und Sozialversicherung einstimmig beschlossen. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) freute sich in einer Aussendung über einen "Brückenschlag in die Zukunft".

Der Beschluss fiel in der (durch die jüngste Gesundheitsreform geschaffenen) Bundeszielsteuerungskommission. Für die Bundesregierung stimmte neben Stöger auch Finanzstaatssekretär Jochen Danninger (ÖVP) dafür. Für die Länder waren Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ), Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP) und Kärntens Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ) vertreten, für die Sozialversicherungen unter anderen Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger.

"Das Konzept ist kein Allheilmittel, aber eine wichtige Weichenstellung für viele Herausforderungen des Gesundheitswesens", ließ Stöger danach wissen. Für die Patienten werde die Grundversorgung verbessert, und die Gesundheitsberufe inklusive Arztberuf würden attraktiver.

Danninger unterstrich für das Finanzministerium die Einhaltung der Ausgabenobergrenze und die Vermeidung von Doppelstrukturen. Pühringer erwartete sich einen neuen Stellenwert für die Gesundheitsvorsorge. Wehsely kündigte für Wien eine Vielfalt von Primärversorgungsmodellen an, sie will Pilotprojekte im kommenden Jahr mit Hochdruck auf Schiene bringen. Schelling schließlich erwartet sich, dass das neue Modell genau den Wünschen der Bevölkerung nach mehr Zeit für das ärztliche Gespräch, einer umfassenden Betreuung und längeren Öffnungszeiten entsprechen wird.

apa.at

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