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APA-Artikel 30. Juni 2014

Nachbaur: "Nicht für gläsernen Menschen"

Nicht gerade begeistert hat Team Stronach-Klubobfrau Kathrin Nachbaur auf den Vorstoß ihres Kollegen Marcus Franz reagiert, die Bevölkerung zu "chippen": "Für Dr. Franz als Arzt und Wissenschafter wäre es natürlich wünschenswert, für den Fall des Falles sofort alle Daten verfügbar zu haben, um schnell eingreifen zu können, um Leben zu retten." Man sei aber "nicht für den gläsernen Menschen".

Die Elektronischen Patientenakte ELGA werde und könne nicht funktionieren, hielt Nachbaur in einem schriftlichen Statement auf Anfrage der APA fest. Zur Chip-Idee ihres Parteikollegen meinte sie, Franz glaube, dass vor allem chronisch kranke Menschen selbst Interesse daran haben könnten, dass sofort alle Daten verfügbar seien.

Ganz auf Parteilinie dürfte der Chip-Vorstoß aber offensichtlich nicht sein: "Wir sind selbstverständlich nicht für den gläsernen Menschen", betonte Nachbaur. "Für das Team Stronach ist Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre ganz essenziell, insbesondere im Gesundheitswesen." Beispielsweise sei man auch "strikt dagegen", dass die EU in jedem Auto GPS installieren wolle, dies sei ein "totales Überwachungssystem".

apa.at

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