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APA-Artikel 30. Juni 2014

D: Wichtige Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz

Die Gesundheitsminter der Länder haben auf ihrer Sitzung am Donnerstag und Freitag mehr als 30 Beschlüsse gefasst, nahezu alle einstimmig. Zu den wichtigsten zählen:

- Strategiepapier "Gesundheit und Demografie": Als wichtige Weichenstellungen für die nächsten 15 Jahre werden die Stärkung der Vorsorge und der Ausbau der ambulanten Versorgung und Pflege für ältere Patienten genannt. Die Bedeutung der Allgemeinmedizin wächst, die Ausbildung müsse diesen Bedarf berücksichtigen.

- Da ältere Patienten häufig verschiedene Krankheiten gleichzeitig haben, soll die fachübergreifende Versorgung gefördert werden. In zunächst regional begrenzter Form sollen neue Modelle erprobt werden.

- Die Länder wollen die Beschaffung von Impfstoffen gegen ansteckende Krankheiten besser mit dem Bund und den zuständigen Instituten abstimmen.

- Die Ministerkonferenz begrüßt das geplante Präventionsgesetz. Alle Sozialversicherungsträger sollen verpflichtet werden, sich an der Gesundheitsförderung zu beteiligen.

- Die zahnmedizinische Früherkennung bei Kleinkindern soll ausgebaut werden. Nicht erst bei zweieinhalbjährigen Kindern, sondern schon bei den Untersuchungen vor dem ersten und zweiten Geburtstag (U6 und U7) sollen die Ärzte auf gesunde Zähne achten.

- Für zwei Hamburger Modellprojekte fordern die Länder eine Förderung vom Bund. Dabei geht es zum einen um Patienten mit besonderem Infektionsrisiko. Sie sollen vor der Aufnahme in ein Krankenhaus auf multiresistente Erreger getestet werden. Das zweite Projekt strebt den Aufbau ambulanter medizinischer Zentren für schwer geistig oder körperlich behinderte Menschen an.

apa.at

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