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APA-Artikel 27. Juni 2014

FMC baut Dialyseangebot in den USA durch Übernahmen aus

Der deutsche Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) baut sein Geschäft rund um die Blutwäsche durch zwei Übernahmen in den USA aus. Für rund 600 Mio. Dollar (441 Mio. Euro) kauft FMC eine Mehrheitsbeteiligung an Sound Inpatients Physicians, einem Netzwerk von Krankenhausärzten in Amerika.

Außerdem schluckt der weltgrößte Dialysekonzern MedSpring Urgent Care Centers, eine Gruppe von 14 Notfallkliniken in den US-Bundesstaaten Illinois und Texas. Dafür legt das Unternehmen weniger als 100 Mio. Dollar auf den Tisch, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Dialysekliniken kann FMC in den USA aus Kartellgründen nicht mehr im großen Stil zukaufen. Der Konzern will am weltgrößten Gesundheitsmarkt deshalb verstärkt medizinische Dienstleistungen rund um die Dialyse anbieten - unter anderem die Koordination der Gefäßpflege und des Medikamenteneinsatzes. Dieses derzeit noch kleine Geschäftsfeld von FMC soll bis 2020 einen Anteil von 18 Prozent am Gesamtumsatz des Konzerns haben - aktuell sind es nur rund drei Prozent.

Die zwei Übernahmen passen somit genau ins Beuteschema des Unternehmens. Die Ärzte von Sound Physicians, die ähnlich wie bei einer Personalvermittlung an Krankenhäuser entsendet werden, kümmern sich um Nierenkranke, aber auch um andere Patienten. Gleiches gilt für die Notfallkliniken von MedSpring. "Mit der Erweiterung unseres Netzwerks decken wir die medizinischen Bedürfnisse unserer Patienten auf einer viel breiteren Basis ab, sei es in einer Dialyseklinik, in der ambulanten Versorgung oder im Krankenhaus", sagte FMC-Nordamerika-Chef Ron Kuerbitz.

Am Ärztenetzwerk Sound Physicians, das bisher dem Finanzinvestor TowerBrook und dem Management gehört, übernehmen die Hessen einem Insider zufolge gut 80 Prozent. FMC erwartet, dass die Firma in den kommenden zwölf Monaten einen Umsatz von rund 500 Mio. Dollar erzielen wird. Wenn man die Transaktionskosten außen vor lasse, werde die Übernahme schon innerhalb des ersten Jahres positiv zum Betriebsgewinn des Unternehmens beitragen, erklärte FMC. Finanziert wird die Übernahme, die innerhalb der nächsten zehn Tage abgeschlossen werden soll, mit Barmitteln und Fremdkapital.

apa.at

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