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APA-Artikel 25. Juni 2014

Neues Psychologengesetz stärkt Patientenrechte ab 1. Juli

Eine umfassende Verbesserung von Patientenrechten bringt das neue Psychologengesetz mit sich, das nach einer Neufassung am 1. Juli 2014 in Kraft treten wird. Das Gesetz wurde am 3. Juli 2013 mit den Stimmen aller Parlamentsparteien beschlossen.

"Gerade in dem so sensiblen Bereich der psychologischen Leistungen war es uns wichtig, die praktischen Erfahrungen der letzten Jahre in ein neues Psychologengesetz einfließen zu lassen. Damit wird die Qualität psychologischer Arbeit im Sinne der Patienten verbessert," ist Sandra Lettner, Präsidentin des Psychologenverbandes (BÖP), überzeugt.

Eine wesentliche Neuerung ist die Auskunftspflicht gegenüber Patienten oder Klienten. Psychologen sind künftig verpflichtet, über geplante diagnostische Verfahren, über Art, Umfang und Verlauf von Beratungen oder Behandlungsmaßnahmen sowie über psychologische Interventionen und eventuelle Risiken zu informieren. Auch über die möglichen Folgen der Behandlung oder eines Unterbleibens der Behandlung müssen künftig Klienten unterrichtet werden.

Mit einer verbesserten Dokumentationspflicht wird Patienten mehr Transparenz in der Zusammenarbeit mit Psychologen garantiert. Ebenfalls sind Klienten und Patienten über die Kosten und allfällige Möglichkeiten der Kostenübernahme zu informieren.

Bestehen bleibt eine sehr strenge Verschwiegenheitspflicht für Psychologen, denen es nicht erlaubt ist, ihnen anvertraute Geheimnisse von Patienten weiterzugeben. Eine Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht kann nur durch den Klienten z.B. zwecks Zeugenaussage vor Gericht oder Verwaltungsbehörden selbst erfolgen.

Durch die genaue Tätigkeitsbeschreibung von Klinischen Psychologen und Gesundheitspsychologen im neuen Gesetz wird verdeutlicht, mit welcher Fragestellung man sich an welche Psychologen wenden kann.

BÖP-Helpline zum Schulschluss

Gerade zum Schulschluss gibt es vermehrt Anfragen an Psychologen. Die Mitarbeiterinnen der BÖP-Helpline bieten fundierte Beratung sowie rasche und kompetente Hilfe. Die Helpline ist unter der Telefonnummer 01/504 8000 erreichbar. Darüber hinaus kann man ExpertInnen auch über das Internet finden. www.psychnet.at 

apa.ots

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