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APA-Artikel 25. Juni 2014

Kritik am neuen Psychotherapie-Formular der WGKK weitet sich aus!

PsychotherapeutInnen und PatientInnen sprechen mit einer Stimme: Die Petition des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie(WLP)"NEIN zum neuen Krankenkassenformular für Psychotherapie! - KEINE sensiblen Krankendaten ohne Anonymisierung", die Ende Mai 2014 online und per Unterschriftenlisten gestartet wurde, erreicht in kürzester Zeit bereits an die 5.000 UnterzeichnerInnen (www.psychotherapie-wlp/petition2014).

Immer mehr ÄrztInnen unterstützen die Petition und zeigen sich mit PsychotherapeutInnen solidarisch, obwohl das erweiterte Antragsformular der WGKK für ÄrztInnen, die psychotherapeutische Behandlungen durchführen, nicht vorgesehen ist.

Auch die Patientenanwaltschaft übt Kritik. Das Formular dürfe nicht nur die Interessen der Krankenkasse bedienen, sondern müsse zugleich die Privatsphäre der PatientInnen optimal schützen. Die Wiener Patientenanwältin, Dr.in Sigrid Pilz, und der Sprecher der Patientenanwälte, Dr. Gerald Bachinger, plädieren für Gespräche zwischen WGKK und WLP.

Aus Sicht des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie (WLP)sprechen sowohl rechtliche als auch berufsethische Einwände gegen die Verwendung des Formulars. "PatientInnen müssen sich darauf verlassen können, dass sensible Informationen, die sie der PsychotherapeutIn anvertrauen, im Rahmen der Psychotherapie bleiben", so die Vorsitzende des WLP, Leonore Lerch. Die Verwendung eines Formulars, welche möglicherweise zur Verletzung von Gesetzen und Berufspflichten führt, ist der Berufsgruppe der PsychotherapeutInnen nicht zumutbar.

Lerch: "Wir appellieren an die Wiener Gebietskrankenkasse, das neue Formular zurückzustellen, bis die Verwendung im Rahmen des Kostenzuschusses sowie der Kostenübernahme einwandfrei geklärt ist. PsychotherapeutInnen brauchen Rechtssicherheit!"

apa.ots

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