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APA-Artikel 23. Juni 2014

Bericht: Hebammen klagen über steigende Arbeitsbelastung

Drei Viertel der Hebammen in Deutschland klagen nach einer Umfrage ihres Berufsverbands über zunehmende Arbeitsbelastung. In den Krankenhäusern bleibe immer weniger Zeit für die Betreuung der Frauen während der Geburt, bemängelten sogar acht von zehn Hebammen in der Erhebung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV), deren Ergebnisse der "Südwest-Presse" (Samstag) vorliegen. Demnach sind 60 Prozent der Befragten mit berufsfremden Tätigkeiten wie Pflege oder Putzen belastet.

DHV-Präsidiumsmitglied Susanne Steppat zeigte sich erschrocken darüber, "wie hoch der Leidensdruck in den Kliniken inzwischen ist". An der Umfrage beteiligte sich knapp ein Viertel der rund 8500 Hebammen und Entbindungspfleger in den bundesweit etwa 400 Krankenhäusern mit Geburtshilfeabteilung. Drei von vier Hebammen arbeiten demnach in Teilzeit oder auf Minijob-Basis. Dies sei meist eine freiwillige Entscheidung, berichtete die Zeitung. Viele Frauen übernehmen demnach freiberuflich noch die Betreuung von Müttern und Babys zu Hause.

In den vergangenen Monaten sind Hebammen mehrfach auf die Straße gegangen, um bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Hebammen fühlen sich wegen niedriger Löhne und hoher Haftpflichtversicherungsbeiträge in ihrer Existenz bedroht.

apa.at

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