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APA-Artikel 17. Juni 2014

Christian Ragger: Bei Flugrettung endlich Grundproblem lösen

"Es zeigt sich einmal mehr, dass Sozial- und Gesundheitsreferentin LHStv. Dr. Beate Prettner mit ihren Aufgaben völlig überfordert ist. Es fehlt ihr eine nachvollziehbare Strategie, die Probleme der Flugrettung und der Pflege zu lösen", kritisierte der Obmann der Kärntner Freiheitlichen, LR Christian Ragger, nach der Regierungssitzung am Dienstag.

Prettner werde das Finanzierungsproblem der Flugrettung mit der angekündigten Neuausschreibung nicht beseitigen, denn das Grundübel bleibe: "Zuerst sind mit der Gebietskrankenkasse deren ungenügende nicht kostenwahre Honorare für Flugeinsätze zu klären. Danach ist eine neue Regelung bezüglich abgelehnter Rettungsflüge erforderlich", verlangt Ragger. Derzeit könne die GKK nach eigenen Gutdünken entscheiden, welche Flüge sie bezahlt und welche nicht. Hier brauche das Land ein Mitspracherecht. Es sei merkwürdig, dass die Zielsteuerungskommission, die Prettner im Zuge der Gesundheitsreform als das Erfolgsinstrument schlechthin gefeiert habe, in Bezug auf die Flugrettung nichts zusammenbringe.

Die Konzeptlosigkeit Prettners zeige sich auch bei den Pflegebetten. "Heute hat sie ihre eigene Mär von angeblich 500 leer stehenden Pflegebetten selbst widerlegt", betonte Ragger. Sie berichtete nämlich, dass die Übergangspflege immer mehr genutzt wird, von 2012 auf 2013 gab es ein Plus von 44 Prozent an Klienten. Die Übergangspflege ist eine Maßnahme, die unter freiheitlicher Führung 2011 zur Entlastung der Spitäler eingeführt wurde. Patienten, die keine medizinische Hilfe mehr brauchen, sondern Unterstützung durch Pflegekräfte, können das Spital verlassen und werden bis zu sechs Wochen in einem Pflegeheim versorgt. "Im Schnitt dauert die Übergangspflege 28 Tage. Somit kam man 2013 auf 21.000 Tage Übergangspflege. Ein Tag im Pflegeheim kostet knapp 100 Euro, ein Tag im Krankenhaus viermal so viel", rechnet Ragger vor. Das Angebot bewährt sich somit vollauf. Die Einsparung für das Gesundheitswesen betrug 6,3 Millionen Euro.

"Für die Übergangspflege und die Kurzzeitpflege benötigt man aber in Pflegeheimen eine jederzeit verfügbare Bettenreserve. Wenn aber Prettner dies kritisiert und offenbar total ausgelastete Heime wünscht, offenbart sie damit eine erschreckende Ahnungslosigkeit. Sie erkennt nicht den Zusammenhang zwischen dem Pflege- und Gesundheitssystem", stellt Ragger fest. Er tritt auch dafür ein, Lehrlinge für Kunststoff-Technik heimzuholen. Aktuell müssen 27 Lehrlinge nach Oberösterreich auspendeln. "Dieser Umstand schreckt viele junge Leute ab, diesen Zukunftsberuf zu ergreifen. Es wäre höchst sinnvoll, die Lehre an der Berufsschule Wolfsberg, wo es freie Kapazitäten gibt, anzubieten", betont Ragger. Unternehmen wie Mahle, Europlast und Chemson hätten bereits entsprechenden Bedarf angemeldet. Die rot-grün-schwarze Koalition wolle aber bis 2020 keinen eigenen Standort in Kärnten, trotz des dringenden Wunsches der Industriellenvereinigung.

apa.ots

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