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APA-Artikel 17. Juni 2014

SP-Wagner: Opferschutz ist KAV wichtiges Anliegen

"Über alle Parteigrenzen hinweg herrscht sicherlich Einigkeit, dass der optimalen Betreuung von Gewaltopfern ein hoher Stellenwert eingeräumt werden muss. Ich gehe dann aber auch davon aus, dass die Opposition bei diesem sensiblen Thema die Parteipolitik beiseite lässt", reagierte heute SP-Gemeinderat Kurt Wagner auf Kritik der ÖVP.

Die Stadt Wien setzt seit vielen Jahren Maßnahmen zur Sensibilisierung der MitarbeiterInnen im Spitalswesen. Mit der Novelle des Wiener Krankenanstaltengesetzes 2009 (§15) über die verpflichtende Einrichtung von Opferschutzgruppen haben sich innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbunds Opferschutzteams und -gruppen gebildet, die Opfer häuslicher Gewalt unterstützen und KollegInnen in den Spitälern im Umgang mit Gewaltopfern schulen. "Diese Opferschutzgruppen widmen sich nicht nur der speziellen medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Behandlung und Versorgung von Gewaltopfern, sondern auch der besonderen psychischen Situation. Im Spital beginnt bereits die Koordination und Zusammenarbeit mit externen, also nicht im Krankenhaus verorteten, Beratungs- und Unterstützungsstellen", erläutert Wagner.

In folgenden Krankenhäusern sind Opferschutzgruppen aktiv: Im Donauspital, in der Krankenanstalt Rudolfstiftung, im Kaiser-Franz-Josef-Spital, im Krankenhaus Hietzing, im Wilhelminenspital und im AKH Wien. "Diese Gruppen sind miteinander vernetzt und in Austausch mit Einrichtungen wie dem 24-Stunden-Frauennotruf oder dem Jugendamt. Zudem arbeiten die MitarbeiterInnen der Wiener Gemeindespitäler für eine optimale Beweissicherung für spätere gerichtliche Verfahren eng mit der Polizei zusammen", führt Wagner aus.

Die aktuellen Opferschutz-Aktivitäten sind Ergebnis des pionierhaften Schulungsprogramms "Gewalt gegen Frauen und Kinder", in dessen Rahmen rund 880 MitarbeiterInnen von Unfall- und Notfallambulanzen, gynäkologischen, psychiatrischen, HNO-, urologischen, dermatologischen und Augenabteilungen in Wiener Krankenanstalten geschult wurden. "SpitalsmitarbeiterInnen im KAV werden regelmäßig aus- und weitergebildet in der Erkennung und Sensibilisierung von Gewaltopfern", so Wagner abschließend.

apa.at

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